Stand: August 2026
Die Sleeve-Gastrektomie gehört weltweit zu den häufigsten bariatrischen Operationen zur Behandlung ausgeprägter Adipositas. Im deutschsprachigen Raum wird sie meistens als Schlauchmagen-Operation bezeichnet. Dabei wird ein großer Teil des Magens dauerhaft entfernt und aus dem verbleibenden Magen ein schmaler Schlauch geformt.
Die Türkei hat sich zu einem bedeutenden Standort für bariatrische Chirurgie entwickelt. Besonders Istanbul, Antalya, Izmir und Ankara verfügen über private Krankenhäuser und spezialisierte Adipositaszentren, die Schlauchmagen-Operationen für internationale Patienten anbieten.
Für Patienten aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz sind insbesondere die vergleichsweise niedrigen Selbstzahlerpreise und kurzen Wartezeiten interessant. Gleichzeitig sollte eine Sleeve-Gastrektomie niemals wie eine gewöhnliche Schönheitsoperation betrachtet werden.
Der Eingriff verändert den Verdauungstrakt dauerhaft. Auch nach erfolgreicher Operation gehören Ernährungsumstellung, regelmäßige Blutuntersuchungen, Vitaminversorgung und langfristige Gewichtskontrolle zum weiteren Leben.
Was ist eine Sleeve-Gastrektomie?
Bei einer Sleeve-Gastrektomie wird ein großer Teil des Magens chirurgisch entfernt.
Übrig bleibt ein schmaler schlauchförmiger Magen.
Anders als beim Magenbypass wird der Dünndarm normalerweise nicht umgeleitet. Die Nahrung passiert weiterhin den normalen Weg durch den Verdauungstrakt.
Der Schlauchmagen wirkt jedoch auf mehreren Ebenen.
Durch den kleineren Magen:
- können deutlich kleinere Portionen aufgenommen werden
- tritt das Sättigungsgefühl früher ein
- verändert sich die Produktion bestimmter Hunger- und Sättigungshormone
- können Stoffwechselprozesse positiv beeinflusst werden
Besonders das Hormon Ghrelin spielt eine Rolle. Ein großer Teil der Ghrelin-Produktion findet in dem Magenbereich statt, der bei der Sleeve-Gastrektomie entfernt wird.
Viele Patienten berichten deshalb nach der Operation zunächst über deutlich weniger Hunger.
Ist ein Schlauchmagen dauerhaft?
Ja.
Eine Sleeve-Gastrektomie ist grundsätzlich nicht reversibel.
Der entfernte Teil des Magens wird aus dem Körper entfernt und kann später nicht wieder eingesetzt werden.
Das unterscheidet die Operation beispielsweise von einem früher häufig eingesetzten Magenband, das grundsätzlich wieder entfernt werden konnte.
Deshalb sollte die Entscheidung für einen Schlauchmagen besonders sorgfältig getroffen werden.
Für wen kommt eine Sleeve-Gastrektomie infrage?
Moderne internationale Leitlinien betrachten bariatrische und metabolische Chirurgie als Behandlungsoption bei ausgeprägter Adipositas.
Eine Operation wird grundsätzlich bei einem BMI ab 35 kg/m² empfohlen beziehungsweise in Betracht gezogen, unabhängig davon, ob bereits schwere Begleiterkrankungen vorhanden sind.
Bei einem BMI zwischen 30 und 34,9 kg/m² kann metabolische Chirurgie unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls erwogen werden, beispielsweise wenn:
- Typ-2-Diabetes besteht
- relevante Stoffwechselerkrankungen vorhanden sind
- konservative Maßnahmen keinen ausreichenden langfristigen Erfolg gebracht haben
Die Entscheidung darf jedoch nicht allein anhand des BMI getroffen werden.
Weitere wichtige Faktoren sind:
- Alter
- bisherige Gewichtsentwicklung
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Schlafapnoe
- Fettleber
- Gelenkbeschwerden
- Reflux
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- psychische Situation
- Essverhalten
- frühere Operationen
- Medikamente
- bisherige Versuche zur Gewichtsreduktion
Eine gute bariatrische Behandlung sollte deshalb immer individuell geplant werden.
Schlauchmagen oder Magenbypass?
Beide Verfahren können zu einem erheblichen Gewichtsverlust führen, funktionieren anatomisch jedoch unterschiedlich.
Beim Schlauchmagen wird ein großer Teil des Magens entfernt. Der Darmverlauf bleibt grundsätzlich erhalten.
Beim Magenbypass wird zusätzlich ein Teil des Dünndarms umgangen.
Dadurch verändert sich die Aufnahme bestimmter Nährstoffe stärker.
Ein Schlauchmagen besitzt häufig Vorteile wie:
- technisch etwas einfacherer Aufbau
- keine Darmumleitung
- Erhalt des natürlichen Magenpförtners
- weniger ausgeprägte Malabsorption
Der Magenbypass kann dagegen bei bestimmten Patienten beispielsweise mit ausgeprägtem Reflux oder bestimmten Stoffwechselproblemen Vorteile haben.
Welche Operation besser geeignet ist, hängt vom individuellen Befund ab.
Reflux ist beim Schlauchmagen besonders wichtig
Ein Punkt wird in vielen Werbeangeboten zu wenig erwähnt.
Eine Sleeve-Gastrektomie kann bestehenden gastroösophagealen Reflux verschlechtern oder bei einigen Patienten erstmals Reflux verursachen.
Typische Beschwerden sind:
- Sodbrennen
- saures Aufstoßen
- Brennen hinter dem Brustbein
- nächtlicher Reflux
- Husten durch aufsteigende Magensäure
Wer bereits vor der Operation unter starkem Reflux leidet, sollte dies unbedingt mit dem bariatrischen Chirurgen besprechen.
In bestimmten Situationen kann ein Magenbypass die geeignetere Operation sein.
Eine seriöse Klinik sollte deshalb vor einem Schlauchmagen gezielt nach Refluxbeschwerden fragen.
Wie läuft die Vorbereitung auf eine Sleeve-Gastrektomie ab?
Viele türkische Kliniken beginnen mit einer Online-Beratung.
Dabei werden häufig Informationen abgefragt zu:
- Körpergröße
- Gewicht
- BMI
- Erkrankungen
- Medikamenten
- früheren Operationen
- Rauchen
- Alkohol
- bestehenden Magenproblemen
- bisherigen Abnehmversuchen
Eine erste Einschätzung kann online erfolgen.
Die endgültige Operationsentscheidung sollte jedoch erst nach einer persönlichen medizinischen Untersuchung getroffen werden.
Welche Untersuchungen werden vor der Operation gemacht?
Abhängig von Krankenhaus und Gesundheitszustand können dazugehören:
- Blutbild
- Gerinnungswerte
- Leberwerte
- Nierenwerte
- Blutzucker
- HbA1c
- Elektrolyte
- Vitaminstatus
- EKG
- kardiologische Untersuchung
- Lungenuntersuchung
- Ultraschall
- Magenspiegelung
- Anästhesiegespräch
Bei erheblichen Vorerkrankungen können zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein.
Eine bariatrische Operation ohne ausreichende medizinische Voruntersuchung sollte kritisch betrachtet werden.
Ernährung vor der Operation
Viele Kliniken empfehlen vor einer Sleeve-Gastrektomie für einige Tage oder Wochen eine kalorienreduzierte und eiweißreiche Ernährung.
Ein wichtiges Ziel besteht darin, die Größe beziehungsweise den Fettgehalt der Leber zu reduzieren.
Eine vergrößerte Fettleber kann den Zugang zum Magen während einer laparoskopischen Operation erschweren.
Der genaue Ernährungsplan sollte von der Klinik beziehungsweise einer Ernährungsfachkraft vorgegeben werden.
Wie wird die Sleeve-Gastrektomie durchgeführt?
Die Operation wird normalerweise unter Vollnarkose durchgeführt.
In den meisten Fällen erfolgt sie minimalinvasiv mittels Laparoskopie.
Über mehrere kleine Zugänge in der Bauchdecke werden eine Kamera und spezielle Operationsinstrumente eingeführt.
Der Chirurg trennt anschließend einen großen Teil des Magens entlang seiner Längsachse ab.
Aus dem verbleibenden Teil entsteht der schlauchförmige Restmagen.
Die Schnittkante wird mit speziellen chirurgischen Klammern verschlossen.
Der abgetrennte Magenanteil wird aus dem Körper entfernt.
Wie lange dauert die Operation?
Eine unkomplizierte Sleeve-Gastrektomie dauert häufig ungefähr eine bis zwei Stunden.
Die tatsächliche Dauer kann länger sein, wenn:
- frühere Bauchoperationen vorliegen
- Verwachsungen bestehen
- zusätzliche Eingriffe notwendig sind
- anatomische Besonderheiten auftreten
Revisionseingriffe sind normalerweise komplexer als eine erstmalige Schlauchmagen-Operation.
Wie lange bleibt man im Krankenhaus?
Nach einer unkomplizierten Sleeve-Gastrektomie bleiben Patienten häufig ungefähr zwei bis drei Nächte im Krankenhaus.
Während dieser Zeit werden unter anderem kontrolliert:
- Kreislauf
- Schmerzen
- Wunden
- Flüssigkeitsaufnahme
- Mobilität
- mögliche Zeichen einer Komplikation
Bereits relativ früh nach der Operation wird vorsichtiges Aufstehen und Gehen gefördert.
Das ist unter anderem wichtig, um das Risiko von Thrombosen zu reduzieren.
Wie lange sollte man in der Türkei bleiben?
Internationale Patienten sollten nicht unmittelbar nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zurückfliegen.
Für eine Schlauchmagen-Operation kann insgesamt ungefähr eine Woche beziehungsweise etwas länger eingeplant werden.
Dadurch bleibt Zeit für:
- postoperative Kontrollen
- Wundkontrolle
- Beobachtung der Flüssigkeitsaufnahme
- Ernährungsberatung
- frühzeitige Erkennung möglicher Probleme
Der Rückflug sollte erst erfolgen, wenn der behandelnde Arzt ihn medizinisch für vertretbar hält.
Ernährung nach der Schlauchmagen-Operation
Nach der Operation wird die Ernährung schrittweise aufgebaut.
Der genaue Plan unterscheidet sich zwischen Kliniken.
Typischerweise folgen mehrere Phasen.
Flüssige Ernährung
Direkt nach der Operation werden zunächst kleine Mengen Flüssigkeit aufgenommen.
Das Ziel besteht darin, den Magen nicht zu überlasten und gleichzeitig eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung zu ermöglichen.
Pürierte Ernährung
Anschließend werden nach ärztlicher Freigabe weiche beziehungsweise pürierte Lebensmittel eingeführt.
Weiche Nahrung
Danach folgen Lebensmittel, die leicht zu kauen und zu verdauen sind.
Normale feste Nahrung
Erst später werden wieder festere Lebensmittel integriert.
Langfristig müssen Patienten lernen:
- kleine Portionen zu essen
- langsam zu essen
- gründlich zu kauen
- bei Sättigung sofort aufzuhören
- ausreichend Eiweiß aufzunehmen
- genügend zu trinken
Große Mahlzeiten sind nach einer erfolgreichen Sleeve-Gastrektomie nicht mehr möglich beziehungsweise können erhebliche Beschwerden verursachen.
Wie viel Gewicht verliert man mit einem Schlauchmagen?
Der Gewichtsverlust ist individuell.
Viele Patienten verlieren während der ersten 12 bis 18 Monate einen erheblichen Teil ihres Körpergewichts.
Als grobe Orientierung können nach einer Sleeve-Gastrektomie häufig ungefähr 20 bis 30 Prozent des gesamten Ausgangsgewichts verloren werden.
Die Ergebnisse hängen jedoch ab von:
- Ausgangsgewicht
- Alter
- Stoffwechsel
- Ernährungsgewohnheiten
- Bewegung
- Medikamenten
- hormonellen Faktoren
- langfristigem Verhalten
Ein Patient mit 140 Kilogramm Körpergewicht könnte bei einem Gesamtgewichtsverlust von 25 Prozent beispielsweise ungefähr 35 Kilogramm verlieren.
Das ist jedoch nur ein Rechenbeispiel und keine Garantie.
Wann verliert man am meisten Gewicht?
Der schnellste Gewichtsverlust findet meistens während der ersten Monate statt.
Besonders in den ersten sechs Monaten können die Veränderungen erheblich sein.
Danach verlangsamt sich der Gewichtsverlust zunehmend.
Viele Patienten erreichen ihr niedrigstes Gewicht ungefähr nach 12 bis 18 Monaten.
Danach kann sich das Gewicht stabilisieren.
Eine gewisse spätere Gewichtszunahme ist möglich.
Kann man nach einem Schlauchmagen wieder zunehmen?
Ja.
Eine Sleeve-Gastrektomie verhindert nicht automatisch jede zukünftige Gewichtszunahme.
Langfristig können verschiedene Faktoren dazu beitragen:
- häufiges Snacken
- kalorienreiche Getränke
- Alkohol
- Süßigkeiten
- sehr energiereiche kleine Mahlzeiten
- Bewegungsmangel
- hormonelle Veränderungen
- psychische Faktoren
- Erweiterung des Magens
Der Schlauchmagen ist deshalb ein starkes medizinisches Werkzeug, aber keine Garantie für lebenslange Gewichtsabnahme.
Welche gesundheitlichen Vorteile kann die Operation haben?
Eine erhebliche und dauerhafte Gewichtsreduktion kann verschiedene mit Adipositas verbundene Erkrankungen verbessern.
Dazu können gehören:
- Typ-2-Diabetes
- Bluthochdruck
- Schlafapnoe
- Fettstoffwechselstörungen
- Fettleber
- Gelenkbelastungen
- eingeschränkte Mobilität
Auch das allgemeine kardiovaskuläre Risiko kann durch nachhaltige Gewichtsabnahme sinken.
Die Verbesserung einer Erkrankung kann jedoch nicht garantiert werden.
Medikamente dürfen nach der Operation nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt reduziert beziehungsweise abgesetzt werden.
Braucht man nach einem Schlauchmagen Vitamine?
Ja, langfristige Supplementierung und regelmäßige Blutkontrollen sind wichtig.
Obwohl beim Schlauchmagen der Darm nicht umgangen wird, können trotzdem Mangelzustände entstehen.
Gründe sind unter anderem:
- wesentlich geringere Nahrungsmenge
- veränderte Essgewohnheiten
- schnelle Gewichtsabnahme
- möglicherweise bereits vorher bestehende Mängel
Besonders kontrolliert werden häufig:
- Eisen
- Vitamin B12
- Folsäure
- Vitamin D
- Calcium
- Vitamin B1
- Eiweißversorgung
Bariatrische Vitaminpräparate sollten nicht durch beliebige normale Multivitaminprodukte ersetzt werden, ohne dies medizinisch abzuklären.
Haarausfall nach der Operation
Vorübergehender Haarausfall kann einige Monate nach einer bariatrischen Operation auftreten.
Ursachen können sein:
- schneller Gewichtsverlust
- körperlicher Stress durch die Operation
- zu geringe Eiweißaufnahme
- Eisenmangel
- andere Nährstoffdefizite
Bei vielen Patienten verbessert sich das Problem wieder, sobald sich Gewicht und Nährstoffversorgung stabilisieren.
Ausgeprägter oder langfristiger Haarausfall sollte ärztlich untersucht werden.
Welche Risiken hat eine Sleeve-Gastrektomie?
Eine Sleeve-Gastrektomie ist eine größere Bauchoperation.
Mögliche frühe Komplikationen sind:
- Blutungen
- Infektionen
- Narkoseprobleme
- Thrombosen
- Lungenembolien
- Atemprobleme
- Verletzungen benachbarter Organe
- Undichtigkeit der Magennaht
Besonders gefürchtet ist eine sogenannte Staple-Line-Leakage, also eine Undichtigkeit entlang der Klammernaht des Magens.
Dadurch kann Mageninhalt in den Bauchraum gelangen und eine schwere Infektion verursachen.
Warnzeichen nach einer Schlauchmagen-Operation
Nach der Entlassung sollten bestimmte Beschwerden ernst genommen werden.
Dazu gehören insbesondere:
- zunehmende starke Bauchschmerzen
- hohes Fieber
- ungewöhnlich schneller Puls
- Atemnot
- wiederholtes Erbrechen
- starke Schwäche
- Probleme beim Trinken
- Schmerzen oder Schwellungen eines Beines
Solche Beschwerden können auf eine postoperative Komplikation hinweisen und sollten sofort medizinisch abgeklärt werden.
Langfristige Risiken
Zu möglichen langfristigen Problemen gehören:
- chronischer Reflux
- Mangelernährung
- Vitamin- und Mineralstoffmangel
- Verengung des Magenschlauchs
- wiederholtes Erbrechen
- Gallensteine
- erneute Gewichtszunahme
- notwendige Revision
Bei ausgeprägtem Reflux kann später in bestimmten Fällen eine Umwandlung des Schlauchmagens in einen Magenbypass notwendig werden.
Was kostet eine Sleeve-Gastrektomie in der Türkei 2026?
Die Preise unterscheiden sich erheblich nach Krankenhaus, Chirurg und Umfang des Behandlungspakets.
Aktuelle Angebote bewegen sich 2026 häufig ungefähr zwischen 2.500 und 5.500 Euro.
Besonders günstige Pakete können darunter beginnen, während große private Krankenhausgruppen oder komplexere Behandlungen deutlich teurer sein können.
Als grobe Orientierung:
| Behandlung | Ungefähre Kosten 2026 |
|---|---|
| günstiges Basis-/Komplettpaket | ca. 2.500–3.500 € |
| typische Sleeve-Gastrektomie | ca. 3.000–4.500 € |
| große Privatklinik / umfangreiches Paket | ca. 4.000–5.500 € oder mehr |
| Revision nach früherer bariatrischer Operation | individuell, meist deutlich teurer |
Der Preis sollte niemals allein über die Klinikwahl entscheiden.
Was sollte ein Komplettpaket enthalten?
Bei einem Angebot sollte schriftlich geklärt werden, ob enthalten sind:
- chirurgische Beratung
- Voruntersuchungen
- Bluttests
- Magenspiegelung
- Vollnarkose
- Operation
- Krankenhausaufenthalt
- Medikamente
- Thromboseprophylaxe
- Ernährungsberatung
- postoperative Kontrollen
- Hotel
- Flughafen- und Kliniktransfers
- Dolmetscher
Besonders wichtig ist die Frage, was passiert, wenn der Krankenhausaufenthalt wegen einer Komplikation verlängert werden muss.
Wie erkennt man einen guten bariatrischen Chirurgen?
Wichtiger als ein besonders günstiges Hotelpaket ist die Erfahrung des medizinischen Teams.
Vor der Buchung sollten unter anderem folgende Fragen geklärt werden:
- Welche Facharztausbildung besitzt der Chirurg?
- Wie viele Sleeve-Gastrektomien führt er regelmäßig durch?
- In welchem Krankenhaus wird operiert?
- Gibt es eine Intensivstation?
- Ist rund um die Uhr ein chirurgisches Notfallteam verfügbar?
- Wer führt die Narkose durch?
- Wie wird ein Leck nach der Operation behandelt?
- Gibt es Ernährungsberatung?
- Wie funktioniert die Nachsorge nach der Rückreise?
Ein bariatrisches Zentrum sollte idealerweise multidisziplinär arbeiten.
Dazu können gehören:
- bariatrischer Chirurg
- Internist
- Ernährungsberater
- Anästhesist
- Psychologe beziehungsweise Psychotherapeut
- weitere Fachärzte
Autorisierte Kliniken für internationale Patienten
Wer für eine bariatrische Operation in die Türkei reist, kann zusätzlich prüfen, ob die medizinische Einrichtung für internationalen Gesundheitstourismus entsprechend autorisiert ist.
Das türkische Gesundheitsministerium veröffentlicht aktuelle Listen entsprechender Krankenhäuser und anderer medizinischer Einrichtungen.
Eine solche Autorisierung ersetzt nicht die individuelle Prüfung des Chirurgen, ist aber ein wichtiges zusätzliches Kriterium.
Schwangerschaft nach Sleeve-Gastrektomie
Nach einer starken Gewichtsabnahme kann sich die Fruchtbarkeit bei manchen Frauen verbessern.
Eine Schwangerschaft unmittelbar während der schnellen Gewichtsverlustphase wird jedoch normalerweise nicht empfohlen.
Häufig wird geraten, ungefähr 12 bis 18 Monate beziehungsweise bis zur Stabilisierung des Gewichts zu warten.
Während einer Schwangerschaft nach bariatrischer Operation ist eine besonders sorgfältige Kontrolle der Nährstoffversorgung wichtig.
Was passiert mit überschüssiger Haut?
Nach einer großen Gewichtsabnahme kann überschüssige Haut zurückbleiben.
Besonders betroffen sein können:
- Bauch
- Brust
- Oberarme
- Oberschenkel
- Rücken
- Gesäß
Wie stark sich die Haut zurückbildet, hängt unter anderem von Alter, Hautelastizität, Ausgangsgewicht und Umfang der Gewichtsabnahme ab.
Nach Stabilisierung des Körpergewichts können später postbariatrische Straffungsoperationen erwogen werden.
Häufig gestellte Fragen zur Sleeve-Gastrektomie in der Türkei
Wie viel kostet ein Schlauchmagen in der Türkei 2026?
Viele Angebote liegen ungefähr zwischen 2.500 und 5.500 Euro. Der endgültige Preis hängt von Krankenhaus, Chirurg, Voruntersuchungen und enthaltenen Leistungen ab.
Wie viel Magen wird entfernt?
Bei der Operation wird ein großer Teil des Magens entfernt. Die genaue Menge hängt von Anatomie und Operationstechnik ab.
Kann der Magen wieder nachwachsen?
Der entfernte Teil wächst nicht nach. Der verbleibende Magen kann sich langfristig jedoch etwas erweitern.
Ist ein Schlauchmagen rückgängig zu machen?
Nein. Die Sleeve-Gastrektomie ist grundsätzlich nicht reversibel.
Wie viel Gewicht verliert man?
Viele Patienten verlieren ungefähr 20 bis 30 Prozent ihres gesamten Ausgangsgewichts. Die tatsächliche Gewichtsabnahme kann deutlich davon abweichen.
Was ist besser: Schlauchmagen oder Magenbypass?
Das hängt von der individuellen Situation ab. Besonders bei starkem Reflux kann ein Magenbypass Vorteile besitzen.
Wie lange bleibt man im Krankenhaus?
Nach unkompliziertem Verlauf häufig etwa zwei bis drei Nächte.
Wie lange sollte man in der Türkei bleiben?
Für internationale Patienten sollte normalerweise ungefähr eine Woche oder etwas länger eingeplant werden.
Muss man lebenslang Vitamine nehmen?
Eine langfristige bariatrische Vitamin- und Mineralstoffversorgung sowie regelmäßige Blutkontrollen werden normalerweise empfohlen.
Kann man nach einem Schlauchmagen wieder zunehmen?
Ja. Besonders kalorienreiche Getränke, häufiges Snacken und ungünstige Ernährungsgewohnheiten können auch mit einem kleineren Magen zu erneuter Gewichtszunahme führen.
Fazit: Schlauchmagen in der Türkei sorgfältig und langfristig planen
Die Sleeve-Gastrektomie kann für Menschen mit ausgeprägter Adipositas eine sehr wirkungsvolle Behandlung darstellen.
Neben erheblichem Gewichtsverlust können sich auch verschiedene Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe und Fettleber verbessern.
Die Türkei bietet 2026 zahlreiche bariatrische Zentren und häufig deutlich niedrigere Selbstzahlerpreise als Deutschland.
Der Eingriff sollte jedoch nicht auf einen kurzen Klinikaufenthalt und einen günstigen Komplettpreis reduziert werden.
Ein Schlauchmagen verändert den Körper dauerhaft.
Entscheidend für den langfristigen Erfolg sind deshalb nicht nur die Operation selbst, sondern auch:
- Ernährungsumstellung
- Bewegung
- regelmäßige Blutkontrollen
- Vitaminversorgung
- Behandlung möglicher Begleiterkrankungen
- langfristige Gewichtskontrolle
- medizinische Nachsorge
Besonders wichtig ist außerdem die sorgfältige Auswahl des Operationsverfahrens.
Bei Menschen mit ausgeprägtem Reflux, bestimmten Stoffwechselerkrankungen oder früheren Operationen kann ein anderes bariatrisches Verfahren sinnvoller sein.
Wer eine Sleeve-Gastrektomie in der Türkei plant, sollte deshalb nicht fragen, welche Klinik den günstigsten Schlauchmagen anbietet, sondern welcher erfahrene bariatrische Chirurg die individuelle Situation vollständig beurteilt und auch nach der Operation eine langfristige Versorgung sicherstellt.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Eine Sleeve-Gastrektomie beziehungsweise Schlauchmagen-Operation ist ein großer, grundsätzlich nicht reversibler chirurgischer Eingriff und kann unter anderem Blutungen, Infektionen, Undichtigkeiten der Magennaht, Thrombosen, Lungenembolien, Reflux, Mangelzustände und weitere kurz- oder langfristige Komplikationen verursachen. Ob bariatrische Chirurgie geeignet ist und welches Verfahren infrage kommt, kann nur nach einer individuellen Untersuchung durch entsprechend qualifizierte Ärzte entschieden werden. Medikamente dürfen vor oder nach einer Operation nicht eigenständig verändert oder abgesetzt werden. Bei starken Bauchschmerzen, Fieber, Atemnot, ungewöhnlich schnellem Puls, wiederholtem Erbrechen oder anderen akuten Beschwerden nach einer Operation muss unverzüglich medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.