Stand: August 2026
Wer die Türkei kulinarisch kennenlernen möchte, sollte nicht nur auf Döner, Kebab, Meze, Börek und türkisches Frühstück achten. Die türkische Getränkekultur ist mindestens genauso abwechslungsreich. Vom kleinen Glas schwarzen Çay am Bosporus über schaumigen Ayran zum Kebab bis zum heißen Salep an einem kalten Winterabend besitzt fast jede Situation ihr typisches Getränk.
Manche Getränke gehören zum Alltag im ganzen Land. Çay wird vom Frühstück bis spät in die Nacht getrunken. Türkischer Kaffee ist dagegen stärker mit Gesprächen, Besuchen und Traditionen verbunden. Ayran gehört besonders zu Fleischgerichten, Şalgam zu Adana-Kebab, Boza zum Winter und Rakı zu langen Abenden mit Meze und Fisch.
Daneben existieren zahlreiche regionale Spezialitäten, die Reisende außerhalb der Türkei kaum kennen.
Wer während einer Reise nicht automatisch Cola, Bier oder normalen Kaffee bestellt, entdeckt deshalb einen interessanten Teil der türkischen Kultur.
1. Çay – das eigentliche Alltagsgetränk der Türkei
Das wichtigste Getränk im türkischen Alltag ist wahrscheinlich nicht Kaffee, sondern:
Çay.
Schwarzer türkischer Tee wird praktisch überall angeboten:
- beim Frühstück
- im Café
- beim Friseur
- beim Händler
- im Büro
- nach dem Essen
- beim Besuch von Freunden
- in Teegärten
- auf Fähren
- in Restaurants
Ein kleines tulpenförmiges Teeglas gehört zu den alltäglichsten Bildern der Türkei.
Die Bedeutung der türkischen Teekultur ist inzwischen sogar international anerkannt. Die gemeinsame Teekultur der Türkei und Aserbaidschans wurde 2022 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.
Wo wächst türkischer Tee?
Das Zentrum des türkischen Teeanbaus befindet sich an der östlichen Schwarzmeerküste.
Besonders wichtig ist:
Rize.
Weitere Anbaugebiete befinden sich unter anderem rund um:
- Trabzon
- Artvin
- Giresun
Das feuchte Klima der Schwarzmeerregion bietet sehr gute Bedingungen für Teepflanzen.
Wer Rize besucht, sieht ganze Berghänge voller intensiv grüner Teeplantagen.
Für Teeliebhaber gehört die Region deshalb zu den interessantesten kulinarischen Reisezielen der Türkei.
Wie wird türkischer Çay zubereitet?
Traditionell wird Tee in einem zweistöckigen Teekocher namens:
Çaydanlık
zubereitet.
Im unteren Behälter kocht Wasser.
Im oberen kleineren Kessel entsteht ein konzentrierter Teeaufguss.
Beim Einschenken werden Aufguss und heißes Wasser individuell gemischt.
Dadurch kann der Tee unterschiedlich stark serviert werden.
Açık Çay
Heller und schwächer.
Koyu beziehungsweise Demli Çay
Dunkler und kräftiger.
Wer einen schwachen Tee möchte, kann beispielsweise sagen:
„Açık çay, lütfen.“
Türkischer Tee wird traditionell ohne Milch getrunken.
Zucker ist dagegen weit verbreitet.
Kıtlama Çay in Erzurum
In einigen Teilen Ostanatoliens existiert eine besondere Art des Teetrinkens.
Beim sogenannten Kıtlama wird ein Stück harter Zucker nicht im Tee aufgelöst.
Stattdessen wird ein kleines Stück in den Mund genommen und der Tee darüber getrunken.
Besonders mit Erzurum wird diese Tradition verbunden.
2. Türk Kahvesi – türkischer Kaffee
Der Türk Kahvesi gehört zu den bekanntesten kulinarischen Symbolen der Türkei.
Seit 2013 gehören türkische Kaffeekultur und -tradition zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Besondere ist weniger die Herkunft der Kaffeebohne als die Zubereitung.
Die Bohnen werden extrem fein gemahlen.
Anschließend werden Kaffee, Wasser und auf Wunsch Zucker in einer kleinen langstieligen Kanne namens:
Cezve
langsam erhitzt.
Der Kaffee wird nicht gefiltert.
Der Kaffeesatz bleibt deshalb am Boden der kleinen Tasse.
Wie bestellt man türkischen Kaffee?
Bereits bei der Bestellung sollte angegeben werden, wie süß der Kaffee sein soll.
Sade
Ohne Zucker.
Az şekerli
Wenig Zucker.
Orta
Mittelsüß.
Şekerli
Süß.
Der Zucker wird traditionell während der Zubereitung hinzugegeben und nicht erst anschließend in der Tasse.
Warum gibt es Wasser zum türkischen Kaffee?
Türkischer Kaffee wird normalerweise zusammen mit einem kleinen Glas Wasser serviert.
Häufig gibt es zusätzlich:
- Lokum
- kleine Schokolade
- andere Süßigkeit
Das Wasser dient traditionell dazu, den Mund vor beziehungsweise während des Kaffees zu neutralisieren.
Den Kaffeesatz am Boden sollte man nicht trinken.
Kahve Falı – Wahrsagen mit Kaffeesatz
Nach dem Kaffee beginnt manchmal ein weiteres türkisches Ritual.
Die Tasse wird umgedreht und auf die Untertasse gestellt.
Nach dem Abkühlen werden die Muster des Kaffeesatzes interpretiert.
Das sogenannte:
Kahve Falı
ist hauptsächlich Unterhaltung.
Trotzdem gehört es gerade bei Treffen unter Freunden fest zur populären Kaffeekultur.
Kaffee und Verlobung
Eine weitere Tradition findet man bei türkischen Verlobungsritualen.
Beim traditionellen Kennenlernen der Familien serviert die zukünftige Braut Kaffee.
Dem Kaffee des zukünftigen Bräutigams wird manchmal statt Zucker:
Salz
hinzugefügt.
Wie ernst dieses Ritual genommen wird, unterscheidet sich natürlich von Familie zu Familie.
3. Ayran – Joghurt, Wasser und Salz
Ayran gehört zu den einfachsten und gleichzeitig beliebtesten türkischen Getränken.
Die klassische Grundlage besteht nur aus:
- Joghurt
- Wasser
- Salz
Alles wird miteinander vermischt beziehungsweise aufgeschäumt.
Ayran passt besonders gut zu:
- Kebab
- Köfte
- Pide
- Lahmacun
- Börek
- Döner
Gerade an heißen Sommertagen ist ein kalter Ayran ausgesprochen erfrischend.
Yayık Ayranı
Besonders empfehlenswert ist:
Yayık Ayranı.
Er wird traditioneller beziehungsweise stärker aufgeschäumt und kann eine dicke Schaumschicht besitzen.
In guten Kebab-Restaurants wird Ayran teilweise in großen Metall- oder Kupferbechern serviert.
Regional gibt es außerdem Varianten mit:
- Minze
- Basilikum
- anderen Kräutern
4. Şalgam – das ungewöhnlichste Getränk für viele Urlauber
Wer Şalgam zum ersten Mal probiert, erlebt wahrscheinlich einen der ungewohntesten Geschmäcker der türkischen Getränkekultur.
Şalgam wird unter anderem aus fermentierter dunkler beziehungsweise violetter Karotte hergestellt.
Das Getränk ist:
- salzig
- säuerlich
- würzig
- dunkelrot bis violett
und wird kalt serviert.
Besonders bekannt ist Şalgam in:
Adana und Mersin.
Acılı oder Acısız?
Şalgam gibt es häufig in zwei Varianten:
Acısız
Nicht scharf.
Acılı
Scharf.
Wer empfindlich auf Chili reagiert, sollte zunächst die milde Variante probieren.
Şalgam passt hervorragend zu:
Adana Kebap.
In traditionellen Kebab-Restaurants gehört die Kombination praktisch zusammen.
5. Salep – das klassische Wintergetränk
Salep erlebt man hauptsächlich im Herbst und Winter.
Das warme milchige Getränk ist dickflüssiger als normale Milch und wird traditionell mit:
Zimt
bestreut.
Echter Salep wird aus Bestandteilen bestimmter Orchideenknollen hergestellt.
Das daraus gewonnene Pulver sorgt für die charakteristische cremige Konsistenz.
Salep wird traditionell mit Milch erhitzt und leicht gesüßt.
An kalten Winterabenden in Istanbul ist eine heiße Tasse Salep besonders angenehm.
Nicht jedes Salep-Getränk enthält echten Salep
Echter Orchideen-Salep ist vergleichsweise teuer.
Viele industriell hergestellte Pulver bestehen deshalb hauptsächlich aus:
- Stärke
- Zucker
- Aromen
- Verdickungsmitteln
Wer echten Salep probieren möchte, sollte gezielt danach fragen.
Auf Speisekarten kann beispielsweise:
Gerçek Salep
stehen.
6. Boza – fermentiertes Wintergetränk
Boza ist ein weiteres traditionelles Wintergetränk.
Es wird aus fermentiertem Getreide hergestellt und besitzt eine dicke Konsistenz.
Der Geschmack liegt irgendwo zwischen:
- süß
- leicht säuerlich
- getreidig
Traditionell wird Boza mit:
Zimt und gerösteten Kichererbsen – Leblebi
serviert.
Besonders Istanbul besitzt eine lange Boza-Tradition.
Früher gingen Boza-Verkäufer abends durch die Straßen und riefen laut:
„Boozaaa!“
Solche Straßenverkäufer sind heute seltener geworden, Boza selbst ist aber weiterhin beliebt.
Enthält Boza Alkohol?
Durch die Fermentation können sehr geringe Mengen Alkohol entstehen.
Industriell beziehungsweise traditionell frisch verkaufte Boza wird trotzdem normalerweise als alkoholfreies beziehungsweise praktisch alkoholfreies Getränk konsumiert.
Der Alkoholgehalt kann je nach Fermentation variieren.
7. Şıra – süßer Traubensaft mit Tradition
Şıra wird aus Trauben hergestellt.
Traditionell wird der Saft verarbeitet und nur begrenzt fermentiert.
Dadurch bleibt er überwiegend süß und enthält normalerweise keinen mit Wein vergleichbaren Alkoholgehalt.
Şıra wird besonders häufig zusammen mit:
İskender Kebap
angeboten.
Wer Bursa besucht, sollte deshalb einmal die Kombination:
İskender + Şıra
probieren.
8. Türkische Limonata
Türkische Limonade – Limonata – ist besonders während des Sommers beliebt.
Anders als industriell hergestellte Zitronenlimonade wird sie in Cafés häufig frisch produziert.
Je nach Restaurant enthält sie:
- Zitronensaft
- Zitronenschale
- Wasser
- Zucker
- Minze
Weitere Varianten sind beispielsweise:
- Erdbeer-Limonata
- Minz-Limonata
- Basilikum-Limonata
Eine gute hausgemachte Limonata gehört für mich an heißen Tagen zu den besten alkoholfreien Getränken in der Türkei.
9. Demirhindi Şerbeti
Demirhindi bedeutet Tamarinde.
Demirhindi Şerbeti gehört zu den historischen osmanischen Şerbet-Getränken.
Dabei werden Tamarinde und je nach Rezept verschiedene Gewürze, Früchte und Zucker miteinander verarbeitet.
Solche traditionellen Şerbet-Getränke waren lange vor Cola und industriellen Softdrinks verbreitet.
Heute findet man sie beispielsweise:
- in traditionellen Restaurants
- bei Ramadan-Veranstaltungen
- in historischen Cafés
- auf Festen
10. Osmanische Şerbet-Getränke
Das Wort Şerbet bezeichnet verschiedene süße Getränke, die aus Früchten, Gewürzen, Blüten oder Kräutern hergestellt werden.
Historische Varianten umfassen beispielsweise:
- Rosen-Şerbet
- Tamarinden-Şerbet
- Granatapfel-Şerbet
- Sauerkirsch-Şerbet
- Zimt- und Gewürzgetränke
Sie waren ein wichtiger Bestandteil der osmanischen Esskultur.
In touristischen Restaurants rund um Sultanahmet werden inzwischen wieder unterschiedliche osmanische Şerbets angeboten.
11. Maden Suyu – türkisches Mineralwasser
Wer in der Türkei:
Soda
bestellt, bekommt häufig Mineralwasser.
Natürliches Mineralwasser wird überall verkauft.
Besonders nach einem reichhaltigen Essen trinken viele Menschen eine kleine Flasche Maden Suyu.
Beliebt sind auch aromatisierte Varianten mit:
- Zitrone
- Apfel
- Wassermelone
- verschiedenen Früchten
Ein weiteres einfaches Getränk ist:
Limonlu Soda
– Mineralwasser mit Zitrone.
12. Rakı – traditionelle Anisspirituose
Rakı gehört zu den bekanntesten alkoholischen Getränken der Türkei.
Die klare Spirituose besitzt einen charakteristischen:
Anisgeschmack.
Sie wird normalerweise nicht einfach wie ein Schnaps als schneller Shot getrunken.
Rakı gehört vielmehr zu einer eigenen Ess- und Gesprächskultur.
Typischerweise wird ein langer Abend mit:
- kalten Meze
- Fisch
- Käse
- Melone
- Meeresfrüchten
- warmen Vorspeisen
verbunden.
Warum wird Rakı weiß?
Rakı ist in der Flasche klar.
Wird Wasser hinzugegeben, verändert sich die Farbe und das Getränk wird milchig weiß.
Dieser Effekt entsteht durch die ätherischen Anisöle.
Daher stammt auch der bekannte Spitzname:
Aslan Sütü – Löwenmilch.
Getrunken wird Rakı häufig:
Rakı + Wasser + optional Eis.
Viele bevorzugen zuerst Wasser und anschließend Eis.
Rakı Sofrası
Ein Rakı-Abend ist traditionell kein schnelles Trinken.
Die sogenannte:
Rakı Sofrası
kann mehrere Stunden dauern.
Es wird gegessen, gesprochen und langsam getrunken.
Für Reisende ist das wesentlich authentischer, als Rakı einfach als Shot in einer Bar zu bestellen.
13. Türkischer Wein
Die Türkei besitzt eine jahrtausendealte Weinbautradition.
Zu den wichtigsten Weinregionen gehören:
- Thrakien
- Bozcaada
- Urla und Ägäis
- Kappadokien
- Ankara
- Elazığ
- Diyarbakır
- Mardin
Besonders interessant sind die einheimischen Rebsorten.
Öküzgözü
Rotweintraube besonders aus Elazığ und Malatya.
Boğazkere
Kräftige rote Rebsorte aus der Gegend um Diyarbakır.
Kalecik Karası
Bekannte Rotweintraube aus Zentralanatolien.
Emir
Weiße Traube, besonders mit Kappadokien verbunden.
Narince
Weiße Rebsorte, besonders aus der Region Tokat.
Papazkarası
Traditionelle Rebsorte aus Thrakien.
Çalkarası
Ägäische Rebsorte, unter anderem aus Denizli.
Wer Weinreisen interessant findet, sollte insbesondere Bozcaada, Urla, Thrakien und Kappadokien näher ansehen.
14. Türkisches Bier
Bier wird besonders in touristischen Küstenregionen, Istanbul, Izmir und größeren Städten häufig angeboten.
Es gibt:
- Lager
- ungefilterte Biere
- Weizenbiere
- kleinere Craft-Brauereien
- alkoholfreie Varianten
Durch hohe Steuern auf alkoholische Getränke sind Restaurantpreise inzwischen allerdings deutlich gestiegen.
Ein Bier am Bosporus oder in einem touristischen Strandrestaurant kann deshalb wesentlich mehr kosten als Reisende aus früheren Türkei-Urlauben erwarten.
Was kosten Getränke in der Türkei 2026?
Die Preisunterschiede sind enorm.
Ein einfaches kommunales Restaurant in Istanbul kann ein Glas Tee noch für weniger als 20 TL anbieten, während ein gehobenes Café für Tee 150 TL oder mehr verlangen kann.
Als grobe Orientierung:
| Getränk | Typischer Bereich 2026 |
|---|---|
| Çay im einfachen Lokal | ca. 20–70 TL |
| Çay in touristischem/gutem Café | ca. 70–150 TL+ |
| Türkischer Kaffee | ca. 65–200 TL |
| Ayran | ca. 20–150 TL |
| hausgemachte Limonata | ca. 100–250 TL |
| Salep | ca. 150–300 TL |
| Bier im Restaurant | ca. 250–500 TL |
| Rakı, einzelne Portion | ca. 300–700 TL |
| Rakı 35 cl im Restaurant | ca. 1.900–3.500 TL oder mehr |
In Luxushotels, Beach Clubs und touristischen Rooftop-Restaurants können die Preise deutlich darüber liegen.
Welches Getränk passt zu welchem Essen?
Eine einfache Orientierung:
| Gericht | Typisches Getränk |
|---|---|
| Kebab | Ayran oder Şalgam |
| Adana Kebap | Şalgam |
| Lahmacun | Ayran |
| Pide | Ayran |
| İskender Kebap | Şıra oder Ayran |
| türkisches Frühstück | Çay |
| Baklava | Türk Kahvesi oder Çay |
| Fisch und Meze | Rakı |
| Winterabend | Salep oder Boza |
| Simit | Çay |
Natürlich gibt es keine verpflichtenden Regeln.
Aber solche Kombinationen sind ein guter Einstieg in die türkische Esskultur.
Was sollte man als Tourist unbedingt probieren?
Wenn nur eine Woche Zeit vorhanden ist, würde ich mindestens diese Getränke testen:
Çay – unbedingt aus dem kleinen Glas.
Türk Kahvesi – am besten nach einem Essen.
Ayran – zu Kebab oder Lahmacun.
Şalgam – einmal zu Adana Kebap, zunächst acısız.
Salep – falls die Reise im Winter stattfindet.
Boza – ebenfalls im Winter.
Wer Alkohol trinkt:
Rakı mit Meze statt als Shot.
Und wer Wein interessiert:
einen Wein aus einer einheimischen türkischen Rebsorte statt automatisch Cabernet oder Chardonnay bestellen.
Fazit: Türkische Getränke erzählen viel über das Land
Die Getränkekultur der Türkei ist wesentlich vielfältiger, als viele Urlauber zunächst erwarten.
Çay ist Teil des täglichen sozialen Lebens.
Türkischer Kaffee steht für Tradition, Gastfreundschaft und Gespräche.
Ayran begleitet einige der beliebtesten Gerichte.
Şalgam zeigt die kulinarische Eigenständigkeit Südostanatoliens und der Mittelmeerregion.
Salep und Boza gehören zu kalten Wintertagen.
Rakı wiederum steht weniger für schnellen Alkoholkonsum als für eine lange Tischkultur mit Meze, Gesprächen und gemeinsamem Essen.
Auch der türkische Wein verdient deutlich mehr Aufmerksamkeit. Regionen wie Urla, Bozcaada, Thrakien und Kappadokien verbinden Weinbau mit Landschaft, Gastronomie und Geschichte.
Wer die Türkei kulinarisch entdecken möchte, sollte deshalb nicht nur fragen:
„Was soll ich essen?“
Sondern genauso:
„Was trinkt man dazu?“
Oft erzählt das Getränk mindestens genauso viel über eine Region wie das Gericht auf dem Teller.
Hinweis
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information über türkische Ess- und Getränkekultur. Preisangaben entsprechen dem Stand August 2026 und können sich insbesondere aufgrund von Inflation, Steuern, Restaurantlage und Saison kurzfristig ändern. Alkoholische Getränke dürfen in der Türkei nicht an Personen unter 18 Jahren verkauft oder ausgeschenkt werden. Der Einzelhandelsverkauf alkoholischer Getränke zum Mitnehmen ist grundsätzlich zwischen 22:00 und 06:00 Uhr untersagt; für entsprechend konzessionierte Gastronomiebetriebe gelten eigene Regelungen für den Ausschank vor Ort. Alkohol kann gesundheitliche Risiken verursachen und beeinträchtigt Reaktions- und Fahrtüchtigkeit. Wer fährt, sollte keinen Alkohol trinken.