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Üsküdar in Istanbul 2026: Sehenswürdigkeiten, Kız Kulesi, Bosporus und die schönsten Orte

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Stand: August 2026

Üsküdar gehört zu den Stadtteilen Istanbuls, die bei einer ersten Reise erstaunlich oft übersehen werden. Viele Besucher bleiben auf der europäischen Seite zwischen Sultanahmet, Eminönü, Galata und Taksim. Dabei liegt direkt gegenüber auf der asiatischen Seite eines der interessantesten Viertel der gesamten Stadt.

Üsküdar verbindet den Bosporus mit historischen Moscheen, osmanischen Palästen, alten Holzhäusern, traditionellen Märkten, grünen Parks und einigen der schönsten Sonnenuntergänge Istanbuls. Vor der Küste steht mit dem Kız Kulesi – dem berühmten Mädchenturm – eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.

Gleichzeitig fühlt sich Üsküdar wesentlich weniger wie ein reines Touristengebiet an als Sultanahmet. Rund um die Fähranleger herrscht vom frühen Morgen bis spät am Abend normaler Istanbuler Alltag. Pendler steigen aus den Fähren, Menschen kaufen auf dem Markt ein, Studenten sitzen am Bosporus und Familien treffen sich zum Abendessen.

Wer Istanbul nicht nur besichtigen, sondern ein wenig besser verstehen möchte, sollte deshalb mindestens einen halben, besser einen ganzen Tag für Üsküdar einplanen.

Wo liegt Üsküdar?

Üsküdar befindet sich auf der asiatischen Seite Istanbuls direkt am Bosporus.

Auf der gegenüberliegenden europäischen Seite liegen unter anderem:

  • Beşiktaş
  • Kabataş
  • Karaköy
  • historische Halbinsel

Südlich grenzt Üsküdar an Kadıköy, nördlich reicht der Bezirk entlang des Bosporus über Kuzguncuk, Beylerbeyi und Çengelköy.

Diese Lage macht Üsküdar zu einem der wichtigsten Verkehrsknoten der asiatischen Seite.

Fähren, Marmaray, Metro und zahlreiche Buslinien treffen rund um den İskele Meydanı zusammen.

Warum lohnt sich Üsküdar?

Üsküdar bietet eine Kombination, die in Istanbul nur wenige Stadtteile erreichen:

  • Bosporus direkt vor der Tür
  • historische Moscheen
  • Kız Kulesi
  • osmanische Paläste
  • traditionelle Wohnviertel
  • große Parks und Aussichtspunkte
  • gute Restaurants
  • hervorragende Fährverbindungen
  • weniger internationale Reisegruppen

Während Sultanahmet abends teilweise stark touristisch geprägt ist, bleibt Üsküdar ein funktionierender Wohn- und Geschäftsbezirk.

Gerade das macht den Stadtteil interessant.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Üsküdar

1. Kız Kulesi – der Mädchenturm

Der Kız Kulesi ist das Wahrzeichen Üsküdars und gehört zu den bekanntesten Fotomotiven Istanbuls.

Der Turm steht auf einer kleinen Felseninsel ungefähr 200 Meter vor der Küste von Salacak.

Seine Lage ist spektakulär.

Von der Insel blickt man gleichzeitig auf:

  • Üsküdar
  • Bosporus
  • Sarayburnu
  • Topkapı-Palast
  • Hagia Sophia
  • historische Halbinsel

Die Geschichte dieses strategischen Punktes reicht weit zurück. Im Laufe der Jahrhunderte befanden sich hier unterschiedliche Verteidigungs-, Kontroll- und Leuchtturmanlagen.

Die heute sichtbare Gestalt wurde besonders während der osmanischen Epoche geprägt.

Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurde der Turm wieder als Museum eröffnet.

Kız Kulesi Öffnungszeiten 2026

Aktuell ist der Mädchenturm:

täglich von 09:00 bis 21:00 Uhr

geöffnet.

Die Kasse schließt derzeit um:

20:00 Uhr.

Für ausländische Besucher wird aktuell ein Eintrittspreis von:

35 Euro

geführt.

Für türkische Staatsbürger ist die Müzekart gültig. Zusätzlich fällt für die Überfahrt eine Transportgebühr an, die derzeit mit 110 TL ausgewiesen wird.

Preise können kurzfristig angepasst werden.

Wie kommt man zum Kız Kulesi?

Boote fahren sowohl von:

Salacak auf der Üsküdar-Seite

als auch von:

Karaköy

zum Turm.

Von Salacak gibt es tagsüber und am frühen Abend regelmäßige Verbindungen.

Die Überfahrt selbst dauert nur wenige Minuten.

Wer den Turm nicht besuchen möchte, sollte trotzdem unbedingt nach Salacak laufen.

Der Blick vom Ufer auf Kız Kulesi mit der historischen Halbinsel im Hintergrund ist kostenlos und meiner Meinung nach sogar eines der schönsten Istanbul-Erlebnisse überhaupt.

2. Salacak-Ufer

Vom Zentrum Üsküdars führt die Uferpromenade Richtung Süden nach Salacak.

Dieser Spaziergang gehört zu den schönsten einfachen Aktivitäten in Istanbul.

Unterwegs öffnet sich der Blick immer stärker auf:

  • Kız Kulesi
  • Hagia Sophia
  • Blaue Moschee
  • Topkapı-Palast
  • Galata
  • Bosporus

Besonders am späten Nachmittag sitzen viele Menschen direkt an der Ufermauer.

Typisch ist:

Simit kaufen, Çay trinken und den Sonnenuntergang beobachten.

Dafür braucht man keine Dachterrasse und kein teures Bosporus-Restaurant.

3. Mihrimah-Sultan-Moschee

Direkt am Fährplatz steht die Mihrimah Sultan Camii.

Sie wurde für Mihrimah Sultan, die Tochter Sultan Süleymans des Prächtigen und Hürrem Sultans, errichtet.

Architekt war:

Mimar Sinan

– der bedeutendste osmanische Architekt des 16. Jahrhunderts.

Durch ihre Lage unmittelbar am historischen Hafen wird die Moschee häufig auch:

İskele Camii

genannt.

Sie gehört zu den ersten Gebäuden, die Besucher nach dem Verlassen der Fähre sehen.

Der Eintritt in aktive Moscheen ist grundsätzlich kostenlos.

Außerhalb der Gebetszeiten können Besucher den Innenraum besichtigen.

Dabei sollten Schuhe ausgezogen und angemessene Kleidung getragen werden.

4. Şemsi-Paşa-Moschee

Nur wenige Minuten entlang der Küste liegt die kleine Şemsi Paşa Camii.

Auch sie wurde von Mimar Sinan entworfen.

Im Vergleich zu den gigantischen imperialen Moscheen Istanbuls wirkt sie beinahe bescheiden.

Gerade ihre Lage macht sie jedoch außergewöhnlich.

Die Moschee steht unmittelbar am Wasser.

Vom Hof aus liegt der Bosporus direkt vor einem.

Sie gehört deshalb zu den schönsten kleinen osmanischen Moscheen der Stadt.

5. Üsküdar-Markt

Hinter dem Fährplatz beginnt das lebhafte Geschäftsviertel.

Hier findet man:

  • Fisch
  • Obst
  • Gemüse
  • Käse
  • Oliven
  • Gewürze
  • Bäckereien
  • Süßigkeiten
  • Lokantas
  • kleinere Geschäfte

Wer nur die touristischen Basare rund um Sultanahmet kennt, erlebt hier einen wesentlich normaleren türkischen Marktalltag.

Besonders interessant sind die Bereiche rund um den:

Balıkçılar Çarşısı

und die umliegenden Straßen.

6. Yeni Valide Camii

Direkt beim zentralen Markt befindet sich die Yeni Valide Moschee.

Sie wurde im frühen 18. Jahrhundert im Auftrag von Gülnuş Emetullah Valide Sultan errichtet.

Der Komplex gehörte ursprünglich zu einer größeren Külliye mit verschiedenen sozialen und religiösen Einrichtungen.

Durch die zentrale Lage lässt sich die Moschee problemlos in einen Rundgang durch das Zentrum integrieren.

7. Aziz Mahmud Hüdayi

Etwas oberhalb des Zentrums befindet sich der Komplex rund um Aziz Mahmud Hüdayi.

Er war ein bedeutender osmanischer Sufi-Gelehrter und gründete den Celvetiyye-Orden.

Das Heiligtum gehört bis heute zu den wichtigsten religiösen Orten Üsküdars.

Der Bereich wird von vielen türkischen Besuchern aus religiösen Gründen aufgesucht.

Wer den Ort besucht, sollte entsprechend respektvoll auftreten.

8. Kuzguncuk – eines der schönsten Viertel am Bosporus

Nördlich des Üsküdar-Zentrums liegt Kuzguncuk.

Das Viertel gehört zu den charmantesten historischen Wohngebieten Istanbuls.

Bekannt ist Kuzguncuk für:

  • alte Holzhäuser
  • farbige Fassaden
  • kleine Cafés
  • ruhige Seitenstraßen
  • Kirchen
  • Synagogen
  • Moscheen
  • den Kuzguncuk-Bostan

Kuzguncuk war über Jahrhunderte Heimat unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften.

Muslime, Griechen, Armenier und Juden lebten hier teilweise direkt nebeneinander.

Diese Geschichte ist noch heute an den verschiedenen Gotteshäusern erkennbar.

Kuzguncuk Bostanı

Mitten im Viertel liegt ein ungewöhnlich großes grünes Grundstück:

Kuzguncuk Bostanı.

Der historische Gemeinschaftsgarten bildet einen starken Kontrast zur extrem dicht bebauten Millionenstadt.

Hier werden Gemüse und Pflanzen angebaut, gleichzeitig dient der Bereich als öffentlicher Grünraum.

Besonders im Frühling ist die Gegend sehr schön.

9. Fethi Paşa Korusu

Zwischen Üsküdar und Kuzguncuk liegt der große Fethi Paşa Korusu.

Der bewaldete Park steigt vom Bosporus den Hang hinauf.

Von mehreren Stellen eröffnet sich ein fantastischer Blick auf die europäische Seite.

Wer nach einigen Stunden im hektischen Zentrum eine Pause braucht, findet hier:

  • Spazierwege
  • Grünflächen
  • Aussicht
  • schattige Bereiche

Der Park ist besonders im Frühling und Herbst angenehm.

10. Beylerbeyi-Palast

Weiter nördlich befindet sich der prachtvolle Beylerbeyi Sarayı unmittelbar am Bosporus.

Der heutige Palast wurde zwischen:

1863 und 1865

unter Sultan Abdülaziz erbaut.

Er diente hauptsächlich als Sommerresidenz und repräsentatives Gästehaus.

Zu den berühmten ausländischen Gästen gehörten unter anderem:

  • Kaiserin Eugénie von Frankreich
  • Kaiser Franz Joseph
  • Kaiser Wilhelm II.

Auch Sultan Abdülhamid II. verbrachte nach seiner Absetzung seine letzten Lebensjahre im Beylerbeyi-Palast und starb dort 1918.

Beylerbeyi-Palast Öffnungszeiten 2026

Der Palast ist aktuell:

Dienstag bis Sonntag

geöffnet.

Montag ist Ruhetag.

Die Kasse ist derzeit ungefähr von:

09:00 bis 17:00 Uhr

geöffnet.

Die Eintrittspreise werden regelmäßig angepasst und sollten deshalb unmittelbar vor dem Besuch kontrolliert werden.

11. 15.-Juli-Märtyrer-Brücke

Direkt neben Beylerbeyi beginnt die erste große Bosporusbrücke.

Sie wurde 1973 eröffnet und hieß ursprünglich Boğaziçi Köprüsü – Bosporusbrücke.

Heute trägt sie offiziell den Namen:

15 Temmuz Şehitler Köprüsü.

Sie verbindet Ortaköy auf der europäischen Seite mit Beylerbeyi auf der asiatischen Seite.

Vom Bosporusufer bietet sich ein beeindruckender Blick auf die riesige Konstruktion.

Nach Einbruch der Dunkelheit wird die Brücke beleuchtet.

12. Çengelköy

Noch etwas weiter nördlich liegt Çengelköy.

Das ehemalige Bosporusdorf besitzt bis heute eine angenehmere und kleinteiligere Atmosphäre als viele andere Stadtteile.

Bekannt ist Çengelköy unter anderem für:

  • Bosporusufer
  • historische Holzhäuser
  • Teegärten
  • traditionelle Bäckereien
  • Blick auf die Brücke

Ein Frühstück oder Tee direkt am Bosporus gehört zu den schönsten Möglichkeiten, den Stadtteil kennenzulernen.

13. Kuleli

Weiter nördlich steht unmittelbar am Wasser das berühmte Gebäude von Kuleli.

Mit seinen beiden Türmen gehört es zu den markantesten historischen Gebäuden am asiatischen Bosporusufer.

Bekannt wurde es vor allem als Standort des früheren Kuleli-Militärgymnasiums.

Das Gebäude selbst ist keine normale frei zugängliche Touristenattraktion.

Vom Wasser beziehungsweise von der Küstenstraße lässt es sich jedoch hervorragend sehen.

14. Büyük Çamlıca Camii

Oberhalb von Üsküdar erhebt sich die riesige Büyük Çamlıca Camii.

Die moderne Moschee wurde 2019 eröffnet und gehört zu den größten Moscheen der Türkei.

Der Komplex bietet Platz für Zehntausende Gläubige.

Auch architektonisch ist die Anlage beeindruckend.

Von der Umgebung bietet sich außerdem ein weiter Blick über Istanbul.

Der Moscheebesuch lässt sich sehr gut mit dem nahe gelegenen Çamlıca-Fernsehturm kombinieren.

15. Çamlıca-Turm

Der moderne Çamlıca Kulesi ist mit 369 Metern Bauhöhe das höchste Bauwerk Istanbuls.

Da er zusätzlich auf einem hohen Hügel steht, erreicht seine Spitze etwa:

587 Meter über dem Meeresspiegel.

Von den Aussichtsebenen eröffnet sich ein nahezu vollständiges Panorama über Istanbul.

Wer Üsküdar einen ganzen Tag widmet, kann dort hervorragend den Sonnenuntergang erleben.

16. Nakkaştepe Millet Bahçesi

Ein weiterer sehr schöner Aussichtspunkt ist der Nakkaştepe Millet Bahçesi.

Der Park liegt auf einem Hügel zwischen Kuzguncuk und der Bosporusbrücke.

Er bietet:

  • Grünflächen
  • Spazierwege
  • Spielplätze
  • Picknickbereiche
  • Aussicht auf den Bosporus

Besonders Familien nutzen den Park gerne.

Der Blick auf die 15.-Juli-Märtyrer-Brücke gehört zu den besten kostenlosen Aussichten der asiatischen Seite.

Üsküdar mit der Fähre erreichen

Die schönste Anreise erfolgt eindeutig über den Bosporus.

Von der europäischen Seite bestehen zahlreiche Verbindungen.

Besonders wichtig ist:

Üsküdar – Karaköy – Eminönü.

Tagsüber verkehren die Fähren auf dieser Strecke sehr häufig.

Außerdem existieren unter anderem Verbindungen:

  • Üsküdar – Aşiyan
  • Üsküdar – Haliç
  • Ortaköy – Üsküdar – Kadıköy
  • Anadolu Kavağı – Üsküdar

Damit kann Üsküdar auch als Ausgangspunkt für eine eigene Bosporustour genutzt werden.

Die regulären Stadtfähren gehören ohnehin zu den schönsten und gleichzeitig günstigsten Möglichkeiten, Istanbul vom Wasser aus zu erleben.

Marmaray

Wenn es schnell gehen soll, ist Marmaray noch praktischer.

Der unterirdische Zug fährt unter dem Bosporus hindurch und verbindet Üsküdar direkt mit der europäischen Seite.

Von Sirkeci dauert die eigentliche Fahrt nur wenige Minuten.

Damit ist Üsküdar auch spät am Abend sehr einfach erreichbar.

M5-Metro

In Üsküdar beginnt außerdem die M5-Metrolinie.

Sie führt tief in die asiatische Seite Istanbuls hinein.

Über diese Linie lassen sich unter anderem Bereiche in Richtung:

  • Altunizade
  • Kısıklı
  • Ümraniye
  • Çekmeköy
  • Samandıra

erreichen.

Für Ausflüge Richtung Çamlıca ist die M5 besonders praktisch.

Was sollte man in Üsküdar essen?

Üsküdar ist ein guter Ort für klassische türkische Küche.

Interessant sind:

  • türkisches Frühstück
  • Börek
  • Pide
  • Köfte
  • Kebab
  • Fisch
  • Suppen
  • Ev Yemekleri
  • Baklava
  • Künefe

Wer preisbewusst essen möchte, sollte kleine Esnaf Lokantaları in den Seitenstraßen ausprobieren.

Dort stehen häufig täglich wechselnde Hausmannsgerichte in einer Theke.

Für den einfachen Bosporusmoment reichen dagegen:

Simit + Çay.

Sonnenuntergang in Üsküdar

Einer der wichtigsten Gründe für einen Besuch ist der Sonnenuntergang.

Die geografische Lage ist nahezu perfekt.

Vom Salacak-Ufer schaut man nach Westen.

Die Sonne geht damit hinter der europäischen Seite unter.

Im Vordergrund steht Kız Kulesi, dahinter erscheinen:

  • Topkapı-Palast
  • Hagia Sophia
  • Sultanahmet
  • Silhouette der Altstadt

An klaren Tagen gehört dieser Blick zu den schönsten der gesamten Stadt.

Ungefähr 45 bis 60 Minuten vor Sonnenuntergang sollte man sich einen Platz suchen.

Üsküdar an einem halben Tag

Eine gute kurze Route:

Fähre nach Üsküdar → Mihrimah Sultan Camii → Markt → Şemsi Paşa Camii → Salacak → Kız Kulesi → Sonnenuntergang.

Dafür reichen ungefähr:

4 bis 5 Stunden.

Üsküdar an einem ganzen Tag

Für einen ausführlicheren Tag:

09:00 Uhr: Fähre von Eminönü oder Karaköy nach Üsküdar

09:30 Uhr: Frühstück rund um das Zentrum

10:30 Uhr: Mihrimah Sultan Camii und Markt

11:30 Uhr: Şemsi Paşa und Salacak

12:30 Uhr: Kız Kulesi

14:00 Uhr: Kuzguncuk

15:30 Uhr: Beylerbeyi-Palast

17:30 Uhr: Çengelköy oder Nakkaştepe

Sonnenuntergang: Salacak oder Çamlıca

Damit erlebt man sowohl das touristische als auch das alltägliche Üsküdar.

Wann ist die beste Reisezeit?

Besonders angenehm sind:

April bis Juni

und:

September bis Oktober.

Im Juli und August kann es sehr heiß und feucht werden.

Gerade die Spaziergänge entlang des Bosporus bleiben durch den Wind häufig trotzdem angenehmer als dicht bebaute Bereiche im Inneren der Stadt.

Im Winter ist Üsküdar ebenfalls interessant, allerdings können Bosporuswind und Regen ziemlich unangenehm werden.

Wie viel Zeit braucht man für Üsküdar?

Nur Zentrum und Kız Kulesi:

3–4 Stunden

Zentrum + Kuzguncuk:

halber Tag

Üsküdar + Kuzguncuk + Beylerbeyi:

ganzer Tag

Mit Çengelköy und Çamlıca:

1 bis 2 Tage

Der Bezirk ist wesentlich größer, als viele Besucher erwarten.

Ist Üsküdar besser als Kadıköy?

Eigentlich sollte man beide besuchen.

Sie besitzen vollkommen unterschiedliche Atmosphären.

Üsküdar

Besser für:

  • osmanische Geschichte
  • Moscheen
  • Bosporus
  • Kız Kulesi
  • Paläste
  • traditionelle Atmosphäre

Kadıköy

Besser für:

  • Restaurants
  • Bars
  • Nachtleben
  • Cafés
  • junge Szene
  • Moda

Eine hervorragende Kombination ist deshalb:

vormittags Üsküdar – abends Kadıköy.

Zwischen beiden Bezirken bestehen sehr gute Verkehrsverbindungen.

Fazit: Üsküdar zeigt eine andere Seite Istanbuls

Üsküdar gehört für mich zu den Stadtteilen, die bei einer Istanbul-Reise viel zu häufig ausgelassen werden.

Dabei ist die Anreise extrem einfach.

Eine kurze Fährfahrt von Eminönü oder Karaköy reicht aus – und plötzlich befindet man sich in einem völlig anderen Istanbul.

Der Stadtteil verbindet:

  • Kız Kulesi
  • historische Moscheen
  • Bosporuspromenaden
  • Märkte
  • Kuzguncuk
  • Beylerbeyi-Palast
  • Çengelköy
  • Çamlıca
  • große Parks und Aussichtspunkte

Besonders faszinierend ist der Übergang zwischen touristischen Sehenswürdigkeiten und normalem Stadtleben.

Nur wenige Minuten vom berühmten Mädchenturm entfernt beginnen Wohnstraßen, Märkte und Viertel, in denen internationale Reisegruppen kaum eine Rolle spielen.

Wer nur wenige Stunden hat, sollte mit der Fähre nach Üsküdar fahren, am Bosporus entlang nach Salacak laufen und dort den Sonnenuntergang hinter Kız Kulesi beobachten.

Wer einen ganzen Tag Zeit besitzt, sollte zusätzlich Kuzguncuk und Beylerbeyi einplanen.

Und wer Istanbul bereits mehrfach besucht hat, kann von Üsküdar aus weiter Richtung Çengelköy und Çamlıca fahren.

Gerade diese Mischung macht den Bezirk zu einem der interessantesten Gebiete der asiatischen Seite.

Üsküdar ist nicht nur ein Ausflug von Istanbul – Üsküdar ist eines der Viertel, in denen sich Istanbul am besten erleben lässt.

Hinweis

Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Fährzeiten und Verkehrsverbindungen können kurzfristig geändert werden. Die Angaben entsprechen dem Stand August 2026. Besonders vor einem Besuch des Kız Kulesi oder Beylerbeyi-Palastes sollten die aktuellen Besuchszeiten und gegebenenfalls wetterbedingte Änderungen des Bootsverkehrs nochmals geprüft werden.

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