Stand: August 2026
Simena gehört zu den außergewöhnlichsten antiken Orten an der türkischen Mittelmeerküste. Die Ruinen liegen nicht hinter einem modernen Besucherzentrum und auch nicht neben einer großen Straße. Stattdessen erhebt sich die antike Stadt direkt über dem kleinen Küstenort Kaleköy, dessen Häuser zwischen Felsen, lykischen Sarkophagen und dem türkisblauen Wasser der Kekova-Region stehen.
Eine Straße führt nicht direkt nach Kaleköy. Die meisten Besucher kommen mit einem kleinen Boot von Üçağız, im Rahmen einer Kekova-Bootstour ab Kaş oder über Çayağzı bei Demre. Alternativ kann Simena zu Fuß über einen Abschnitt des Lykischen Weges erreicht werden.
Schon die Anreise gehört damit zum Erlebnis.
Über dem Dorf erhebt sich eine mittelalterliche Burg. Innerhalb ihrer Mauern befindet sich eines der kleinsten antiken Theater Lykiens. Zwischen den heutigen Häusern stehen Sarkophage und Mauerreste, während direkt am Wasser weitere antike Strukturen teilweise unter dem Meeresspiegel liegen.
Gegenüber befindet sich die Insel Kekova mit den berühmten versunkenen Ruinen.
Dabei ist eine Unterscheidung wichtig: Simena und die sogenannte versunkene Stadt von Kekova sind nicht dasselbe. Genau diese Begriffe werden in Reiseführern und auf Ausflugsangeboten häufig miteinander vermischt.
Wer die Region besucht, erlebt jedoch meistens beide Orte auf derselben Tour.
Wo liegt die antike Stadt Simena?
Simena liegt an der lykischen Küste der Provinz Antalya zwischen Kaş und Demre.
Die heutige Siedlung heißt Kaleköy.
Der Name bedeutet übersetzt ungefähr „Burgdorf“ und beschreibt den Ort ziemlich treffend: Kleine Häuser ziehen sich vom Wasser einen steilen Hang hinauf, während die Burg über dem Dorf thront.
Direkt gegenüber liegt die Insel Kekova.
Die gesamte Umgebung wird ebenfalls häufig als Kekova bezeichnet. Dazu gehören unter anderem:
- Kaleköy beziehungsweise Simena
- Kekova-Insel
- Üçağız und das antike Teimiussa
- Aperlai
- Akvaryum Koyu
- Gökkaya Koyu
- verschiedene Inseln und kleine Buchten
Das gesamte Gebiet gehört zum besonderen Schutzgebiet von Kekova und verbindet außergewöhnliche Küstenlandschaft mit einer hohen Dichte antiker Überreste.
Simena liegt auf einer Halbinsel und besitzt keine normale Straßenverbindung bis in das Dorf.
Dadurch hat sich Kaleköy einen Charakter bewahrt, den viele andere Küstenorte inzwischen verloren haben.
Simena, Kaleköy und Kekova: Was ist eigentlich was?
Die verschiedenen Namen sorgen regelmäßig für Verwirrung.
Simena ist der Name der antiken lykischen Stadt.
Kaleköy ist die heutige Siedlung, die teilweise unmittelbar auf und zwischen den Ruinen von Simena entstanden ist.
Kekova bezeichnet sowohl die gegenüberliegende Insel als auch die größere Region mit ihren Buchten, Inseln und antiken Stätten.
Die berühmten versunkenen Hausreste entlang der Insel Kekova werden häufig pauschal als „versunkene Stadt Simena“ bezeichnet.
Historisch und geografisch ist diese Bezeichnung zu ungenau.
Die besonders bekannten unter Wasser beziehungsweise unmittelbar an der Wasserlinie liegenden Ruinen befinden sich entlang der Nordküste der Insel Kekova gegenüber von Simena.
Treppen, Mauern, ehemalige Hafenstrukturen und Gebäudereste reichen dort teilweise mehrere Meter unter die heutige Wasseroberfläche.
Auch bei Simena selbst sind allerdings versunkene Strukturen vorhanden. Besonders bekannt ist ein lykischer Sarkophag, der scheinbar mitten im Wasser steht.
Deshalb gehört das teilweise im Meer versunkene Kulturerbe zur gesamten Kekova-Landschaft – nicht nur zu einem einzigen Punkt.
Die Geschichte von Simena
Die Geschichte Simenas lässt sich mindestens bis in das 4. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen.
Die Stadt gehörte zur lykischen Kulturlandschaft und besaß aufgrund ihrer geschützten Lage am Meer strategische Bedeutung.
Simena war vergleichsweise klein.
Es handelte sich nicht um eine Metropole wie Xanthos oder Patara, sondern um eine kompakte Küstenstadt mit Hafenfunktion.
Während der Zeit des Lykischen Bundes stand Simena in enger Verbindung mit Aperlai.
Später gehörte die Region zum Römischen Reich und blieb auch während byzantinischer und mittelalterlicher Zeit besiedelt.
Genau das macht Simena so interessant.
Auf engem Raum lassen sich Spuren verschiedener Epochen erkennen.
Lykische Sarkophage stehen neben römischen Mauern, darüber erhebt sich eine mittelalterliche Befestigung und unmittelbar dazwischen befinden sich die Häuser des heutigen Kaleköy.
Simena wirkt deshalb nicht wie eine abgeschlossene Ausgrabungsstätte.
Der historische Ort lebt bis heute weiter.
Die Burg von Simena
Das auffälligste Bauwerk ist die Burg oberhalb von Kaleköy.
Schon vom Meer ist sie gut sichtbar.
Der Aufstieg beginnt im Dorf und führt über teilweise steile und unebene Wege beziehungsweise Steinstufen nach oben.
Im Hochsommer kann bereits dieser relativ kurze Weg anstrengend sein.
Die Mühe lohnt sich.
Von der Burg öffnet sich einer der schönsten Panoramablicke der gesamten lykischen Küste.
Unterhalb liegen die roten Dächer von Kaleköy. Dahinter breitet sich das intensiv blaue Wasser der Kekova-Bucht aus. Kleine Inseln, Boote und die langgezogene Kekova-Insel bilden das Panorama.
Bei klarer Sicht wirken die verschiedenen Blautöne des Wassers beinahe unrealistisch.
Die Burg wurde über mehrere Epochen genutzt und zeigt, wie wichtig die Lage für die Kontrolle des natürlichen Hafens war.
Das kleinste Theater Lykiens
Innerhalb des Burgbereichs befindet sich eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Simenas.
Ein kleines Theater wurde direkt aus dem natürlichen Fels gearbeitet.
Es besitzt sieben Sitzreihen und bot ungefähr 300 Menschen Platz.
Damit gehört es zu den kleinsten bekannten Theatern der lykischen Städte.
Gerade seine geringe Größe macht es interessant.
Die großen Theater von Aspendos, Myra oder Patara zeigen den monumentalen Charakter antiker Städte. Das Theater von Simena vermittelt dagegen ein Gefühl dafür, wie klein die Bevölkerung der Küstensiedlung gewesen sein muss.
Die Sitzreihen liegen unmittelbar innerhalb der Befestigung.
Zusammen mit der Aussicht auf Kekova entsteht ein völlig anderes Erlebnis als in großen archäologischen Anlagen.
Die lykischen Sarkophage
Sarkophage gehören zu den charakteristischsten Überresten der lykischen Kultur.
In und rund um Simena stehen zahlreiche Exemplare.
Einige befinden sich unmittelbar zwischen den heutigen Häusern, andere liegen in der Nekropole nordöstlich der Burg.
Besonders bekannt ist der Sarkophag im Wasser vor Kaleköy.
Sein steinerner Deckel ragt deutlich aus dem Meer heraus und gehört inzwischen zu den bekanntesten Fotomotiven der Kekova-Region.
Die zahlreichen Gräber zeigen gleichzeitig, wie stark Bestattungskultur und Landschaft bei den Lykiern miteinander verbunden waren.
Gräber wurden bewusst sichtbar angelegt.
Auch rund um das benachbarte Üçağız beziehungsweise das antike Teimiussa befinden sich zahlreiche Sarkophage.
Wer zu Fuß zwischen Üçağız und Simena unterwegs ist, begegnet deshalb schon vor dem eigentlichen Ziel immer wieder antiken Grabmonumenten.
Die Nekropole von Simena
Nordöstlich der Burg erstreckt sich ein größeres Gräberfeld.
Hier befinden sich zahlreiche Sarkophage sowie verschiedene Fels- und Hausgräber.
Besonders interessant ist ein Grab mit einer Inschrift in lykischer Sprache.
Lykisch gehört zu den ausgestorbenen anatolischen Sprachen und ist nur durch eine vergleichsweise begrenzte Zahl von Inschriften erhalten.
Solche Zeugnisse besitzen deshalb für die Erforschung Lykiens große Bedeutung.
Die Nekropole wird von vielen Besuchern übersehen, weil Bootstouren in Kaleköy häufig nur einen relativ kurzen Aufenthalt vorsehen.
Wer Simena individuell besucht, sollte dafür mehr Zeit einplanen.
Römische Überreste am Wasser
Bereits in der Nähe des Ufers sind antike Gebäudereste zu erkennen.
Zu den bedeutendsten gehört der Rest eines römischen Badekomplexes.
Eine dort gefundene Inschrift erwähnt Kaiser Titus und belegt die Bedeutung des Ortes während der römischen Epoche.
Weitere Mauern, Hafenstrukturen und Baureste verteilen sich entlang der Küste.
Durch Veränderungen des Meeresspiegels und tektonische Bewegungen liegen einige Strukturen heute teilweise unter Wasser.
Damit entsteht an kaum einem anderen Ort eine derart unmittelbare Verbindung zwischen Archäologie und Mittelmeer.
Die versunkene Stadt von Kekova
Gegenüber von Simena liegt die Insel Kekova.
Entlang ihrer Nordküste sind die berühmten versunkenen Überreste sichtbar.
Treppen führen direkt ins Wasser.
Mauerzüge setzen sich unterhalb der Oberfläche fort.
Teile ehemaliger Häuser, Hafenanlagen und weiterer Strukturen liegen heute teilweise mehrere Meter unter dem Meeresspiegel.
Erdbeben und geologische Veränderungen führten dazu, dass Teile der antiken Küstensiedlungen absanken.
Besonders bei ruhigem Wasser lassen sich die Strukturen vom Boot aus erstaunlich gut erkennen.
Polarisierende Sonnenbrillen können dabei helfen, Spiegelungen auf der Wasseroberfläche zu reduzieren.
Die versunkene Stadt gehört zu den Höhepunkten nahezu jeder Kekova-Bootstour.
Darf man bei der versunkenen Stadt schwimmen?
Direkt über den archäologisch geschützten versunkenen Ruinen ist Schwimmen beziehungsweise Tauchen nicht erlaubt.
Das Schutzgebiet soll verhindern, dass antike Strukturen beschädigt oder Gegenstände entfernt werden.
Ausflugsboote fahren deshalb langsam entlang der Ruinen, ohne in der geschützten Zone ankern zu dürfen.
Das bedeutet aber nicht, dass während einer Kekova-Tour überhaupt nicht geschwommen werden kann.
Ganz im Gegenteil.
In der Umgebung befinden sich zahlreiche Buchten, in denen Badepausen möglich sind.
Beliebte Stopps sind beispielsweise Akvaryum Koyu, Tersane Koyu oder Gökkaya Koyu, abhängig von Route und Anbieter.
So lassen sich Archäologie und Badeausflug problemlos miteinander verbinden.
Wie kommt man nach Simena?
Es gibt mehrere Möglichkeiten.
Mit dem Boot ab Üçağız
Für Individualreisende ist Üçağız normalerweise der praktischste Ausgangspunkt.
Der kleine Küstenort liegt direkt gegenüber der Kekova-Region und besitzt einen Hafen mit zahlreichen Ausflugsbooten.
Von hier fahren kleine Boote nach Kaleköy.
Die Überfahrt ist kurz.
Wer mit dem Mietwagen anreist, kann in beziehungsweise bei Üçağız parken und anschließend auf das Boot wechseln.
Bootstour ab Kaş
Von Kaş werden während der Saison zahlreiche Kekova-Tagesausflüge angeboten.
Diese Touren kombinieren normalerweise mehrere Buchten, die versunkene Stadt und einen Aufenthalt in Kaleköy.
Für Urlauber in Kaş ist das eine der bequemsten Möglichkeiten, Simena zu besuchen.
Der Vorteil liegt darin, dass bereits die längere Fahrt entlang der Küste Teil des Ausflugs ist.
Ab Demre und Çayağzı
Auch von der Demre-Seite ist Kekova gut erreichbar.
Çayağzı liegt wenige Kilometer von Demre entfernt und dient als Ausgangspunkt für zahlreiche Boote.
Ein solcher Ausflug lässt sich hervorragend mit Myra und der Nikolauskirche in Demre kombinieren.
Zu Fuß über den Lykischen Weg
Simena kann auch zu Fuß erreicht werden.
Zwischen Üçağız und dem Bereich von Kaleköy verläuft ein Abschnitt des Lykischen Weges.
Je nach gewähltem Einstieg beträgt die Wanderung nur wenige Kilometer und lässt sich in ungefähr 45 bis 60 Minuten bewältigen.
Der Weg führt durch mediterrane Landschaft mit Olivenbäumen, Felsen und antiken Gräbern.
Im Sommer gibt es allerdings wenig Schatten.
Wasser, Sonnenschutz und geeignete Schuhe sind deshalb unbedingt notwendig.
Eine schöne Variante besteht darin, eine Strecke zu Fuß zurückzulegen und für den Rückweg ein kleines Boot zu nehmen.
Kann man mit dem Auto nach Kaleköy fahren?
Nein.
Eine normale Straße führt nicht bis in das Dorf.
Genau das ist einer der Gründe für die besondere Atmosphäre von Kaleköy.
Im Ort selbst gibt es keine klassischen Straßen mit Autoverkehr.
Zwischen Hafen, Häusern und Burg bewegt man sich zu Fuß.
Wer mit dem Mietwagen kommt, fährt normalerweise nach Üçağız und reist von dort mit dem Boot oder zu Fuß weiter.
Wie viel Zeit sollte man für Simena einplanen?
Bei einer organisierten Bootstour stehen häufig etwa eine Stunde oder etwas mehr für Kaleköy zur Verfügung.
Das reicht für einen zügigen Aufstieg zur Burg, einige Fotos und einen kurzen Spaziergang.
Für einen individuellen Besuch sind zwei bis drei Stunden wesentlich angenehmer.
Dann bleibt Zeit für:
- Burg und Theater
- Nekropole
- Sarkophage
- Dorf
- Hafen
- Aussichtspunkte
- eine Pause am Wasser
Wer zusätzlich die Kekova-Region per Boot erkundet, sollte einen ganzen Tag einplanen.
Aktuelle Öffnungszeiten 2026
Nach den im August 2026 veröffentlichten Angaben des offiziellen türkischen Museumsportals ist das Simena-Örenyeri täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
Die Kasse schließt aktuell um 19:30 Uhr.
Öffnungszeiten können saisonal geändert werden. Vor allem außerhalb der Hauptsaison sollten die Angaben vor der Anreise nochmals kontrolliert werden.
Für türkische Staatsbürger wird die Müzekart auf der offiziellen Museumsseite als gültig ausgewiesen.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die angenehmsten Monate sind Mai, Juni, September und Oktober.
Im Juli und August ist die Region wunderschön, aber sehr heiß und entsprechend stärker besucht.
Zwischen ungefähr Mittag und Nachmittag treffen viele Tagesboote gleichzeitig in Kaleköy ein.
Wer individuell unterwegs ist, sollte möglichst früh kommen oder bis zum späten Nachmittag bleiben.
Früh morgens zeigt sich das Wasser häufig besonders ruhig.
Für Wanderungen sind Frühjahr und Herbst wesentlich angenehmer als der Hochsommer.
Was sollte man mitnehmen?
Für einen Besuch reichen einige grundlegende Dinge:
- feste oder rutschfeste Schuhe
- ausreichend Wasser
- Sonnenschutz
- Kopfbedeckung
- Badesachen
- Handtuch
- Sonnenbrille
- Smartphone oder Kamera
Flip-Flops sind für den Aufstieg zur Burg weniger geeignet.
Die alten Steine können glatt und uneben sein.
Lohnt sich eine Übernachtung in Kaleköy?
Ja – besonders für Reisende, die außergewöhnliche Orte mögen.
In Kaleköy gibt es einige kleine Pensionen und Unterkünfte.
Der große Vorteil zeigt sich am Abend.
Sobald die Tagesboote abgefahren sind, verändert sich die Atmosphäre vollkommen.
Das Dorf wird ruhig, das Meer liegt fast unbewegt vor den Häusern und über der Bucht geht langsam die Sonne unter.
Am nächsten Morgen lässt sich Simena erleben, bevor die ersten größeren Ausflugsgruppen eintreffen.
Für einen besonderen Zwischenstopp entlang der türkischen Mittelmeerküste ist eine Nacht in Kaleköy deshalb eine interessante Alternative zu Kaş oder Demre.
Ist Simena UNESCO-Welterbe?
Simena gehört derzeit nicht als eigenständige Stätte zum UNESCO-Welterbe.
Die Stadt ist jedoch Bestandteil der 2009 eingereichten türkischen UNESCO-Vorschlagsliste zu den antiken Städten der lykischen Zivilisation.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
In Reisebeschreibungen werden UNESCO-Welterbe und UNESCO-Vorschlagsliste gelegentlich verwechselt.
Unabhängig vom formellen Status zählt die gesamte Kekova-Region zu den bedeutendsten archäologischen Küstenlandschaften Lykiens.
Was lässt sich mit Simena kombinieren?
Besonders sinnvoll sind:
Üçağız: antikes Teimiussa, Hafen und zahlreiche lykische Sarkophage.
Kekova: versunkene Ruinen und Bootstour.
Myra: monumentale Felsengräber und großes römisches Theater bei Demre.
Nikolauskirche: eine der bedeutendsten frühchristlichen Sehenswürdigkeiten der Region.
Andriake: antiker Hafen von Myra mit dem Museum der lykischen Zivilisation.
Kaş: schöner Ferienort westlich von Kekova.
Damit lässt sich aus Simena problemlos ein kompletter Kultur- und Naturtag machen.
Fazit: Simena gehört zu den außergewöhnlichsten antiken Orten der Türkei
Simena besitzt nicht die riesigen Tempelanlagen von Ephesos und nicht das monumentale Theater von Aspendos.
Genau darin liegt sein Reiz.
Hier sind antike Stadt, heutiges Dorf, Meer und Landschaft praktisch miteinander verschmolzen.
Lykische Sarkophage stehen zwischen Häusern und Olivenbäumen. Innerhalb der mittelalterlichen Burg versteckt sich ein winziges antikes Theater. Unterhalb liegen Boote im türkisfarbenen Wasser und auf der gegenüberliegenden Insel verschwinden jahrtausendealte Mauern und Treppen unter der Oberfläche des Mittelmeers.
Hinzu kommt die ungewöhnliche Anreise.
Keine Straße endet vor dem Eingang einer archäologischen Anlage. Simena wird mit dem Boot oder zu Fuß erreicht.
Dadurch beginnt das Erlebnis lange vor der eigentlichen Besichtigung.
Wer in Kaş, Demre oder der weiteren Region Urlaub macht, sollte Simena und Kekova deshalb unbedingt in die Reiseplanung aufnehmen.
Am schönsten ist ein ganzer Tag: morgens mit einem kleinen Boot durch die Kekova-Bucht fahren, die versunkenen Ruinen betrachten, in einer geschützten Bucht schwimmen und anschließend Kaleköy besuchen.
Danach führt der Weg hinauf zur Burg.
Oben liegt eine der eindrucksvollsten Küstenlandschaften der Türkei zu Füßen.
Und genau dort wird verständlich, weshalb Simena seit mehr als 2.000 Jahren Menschen anzieht.
Hinweis: Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Bootsrouten und Schutzbestimmungen in der archäologischen Zone können sich ändern. Vor dem Besuch sollten die aktuellen Regeln für das Simena-Örenyeri und das Kekova-Schutzgebiet geprüft werden. Hinweise der Behörden und Bootsbesatzungen vor Ort haben immer Vorrang.