Stand: August 2026
Die Sleeve-Gastrektomie – in Deutschland meist als Schlauchmagen-Operation oder Magenverkleinerung bezeichnet – gehört zu den am häufigsten durchgeführten Verfahren der Adipositaschirurgie. Auch in der Türkei ist der Schlauchmagen eines der wichtigsten bariatrischen Operationsverfahren.
Besonders Istanbul verfügt über große Privatkrankenhäuser, Universitätskliniken und spezialisierte Zentren für Adipositas- und metabolische Chirurgie. Auch Izmir, Antalya, Ankara und weitere türkische Städte besitzen entsprechende Angebote.
Für internationale Patienten können neben den teilweise deutlich niedrigeren Selbstzahlerkosten vor allem kurze Wartezeiten und organisierte Behandlungspakete interessant sein. Viele Krankenhäuser bieten beispielsweise medizinische Voruntersuchungen, Operation, Krankenhausaufenthalt, Ernährungsberatung, Hotel und Transfers als Gesamtpaket an.
Eine Sleeve-Gastrektomie ist jedoch keine kosmetische Operation und kein schneller Weg zu einer „Wunschfigur“. Adipositas ist eine chronische Erkrankung. Bei der Operation wird ein großer Teil des Magens dauerhaft entfernt. Ernährung, Trinkverhalten, Bewegung, Blutkontrollen und langfristige Nachsorge müssen anschließend grundlegend angepasst werden.
Die folgende Auswahl zeigt zehn bekannte und 2026 aktive Krankenhäuser beziehungsweise Krankenhausgruppen mit Angeboten für Sleeve-Gastrektomie und bariatrische Chirurgie in der Türkei. Die Reihenfolge ist keine objektive medizinische Rangliste von Platz 1 bis 10. Welche Klinik geeignet ist, hängt von Gesundheitszustand, BMI, Begleiterkrankungen, Reflux, früheren Operationen und der Erfahrung des jeweiligen bariatrischen Chirurgen ab.
Was passiert bei einer Sleeve-Gastrektomie?
Bei einer Sleeve-Gastrektomie werden ungefähr 70 bis 80 Prozent des Magens chirurgisch entfernt.
Übrig bleibt ein schmaler, schlauchförmiger Magen – daher die Bezeichnung Schlauchmagen.
Die Operation wirkt über mehrere Mechanismen.
Zum einen kann der deutlich kleinere Magen nur noch wesentlich kleinere Nahrungsmengen aufnehmen. Dadurch tritt früher ein Sättigungsgefühl ein.
Zum anderen wird ein großer Teil des Magenbereichs entfernt, in dem das Hungerhormon Ghrelin produziert wird. Viele Patienten berichten deshalb insbesondere während der ersten Monate nach der Operation über deutlich weniger Hunger.
Der natürliche Weg der Nahrung durch Magen und Darm bleibt grundsätzlich erhalten.
Das unterscheidet die Sleeve-Gastrektomie beispielsweise vom Gastric Bypass, bei dem zusätzlich Teile des Verdauungstraktes umgeleitet werden.
1. Acıbadem Healthcare Group
Acıbadem gehört zu den größten privaten Krankenhausgruppen der Türkei und betreibt mehrere große Krankenhäuser in Istanbul sowie Standorte beispielsweise in Izmir und Bodrum.
Die Gruppe verfügt über umfangreiche Programme für Adipositas- und metabolische Chirurgie.
Zum Behandlungsspektrum gehören unter anderem:
- Sleeve-Gastrektomie
- Gastric Bypass
- weitere bariatrische Verfahren
- Ernährungsmedizin
- postoperative Gewichtskontrolle
Die Sleeve-Gastrektomie wird normalerweise laparoskopisch durchgeführt.
Acıbadem gibt für den Eingriff ungefähr ein bis zwei Stunden Operationszeit und häufig zwei bis drei Krankenhausnächte an.
Interessant ist insbesondere die große Krankenhausinfrastruktur mit Anästhesie, Intensivmedizin, Kardiologie, Pneumologie und weiteren Fachrichtungen.
Gerade bei Patienten mit mehreren Begleiterkrankungen kann diese multidisziplinäre Struktur ein wichtiger Vorteil sein.
2. Memorial Healthcare Group
Memorial verfügt ebenfalls über eigene Zentren für Adipositaschirurgie.
In Istanbul sind beispielsweise Memorial Şişli, Bahçelievler und Ataşehir bekannte Standorte.
Memorial bietet unter anderem:
- Sleeve-Gastrektomie
- Gastric Bypass
- Revisionsoperationen
- Ernährungsberatung
- metabolische Chirurgie
an.
Besonders wichtig ist die multidisziplinäre Untersuchung vor einer bariatrischen Operation.
Dabei können abhängig vom Patienten beispielsweise Allgemeinchirurgie, Innere Medizin, Endokrinologie, Kardiologie und Ernährungsberatung beteiligt sein.
Memorial Ataşehir verfügt 2026 weiterhin über ein eigenes Obesity Surgery Center mit Fachärzten für bariatrische Chirurgie.
3. Liv Hospital
Liv Hospital verfügt insbesondere in Istanbul über spezialisierte Angebote für Adipositas- und metabolische Chirurgie.
Zu den aktuell angebotenen Verfahren gehören:
- Sleeve-Gastrektomie
- Roux-en-Y Gastric Bypass
- Mini-Gastric-Bypass
- Duodenal Switch
- SADI-S
- Revisionschirurgie
- endoskopische Verfahren
Das Liv Hospital Ulus und Liv Hospital Vadistanbul verfügen über Ärzte mit Schwerpunkt bariatrische Chirurgie.
Besonders positiv ist der multidisziplinäre Ansatz.
Eine bariatrische Behandlung sollte nicht nach dem Prinzip „Operation durchführen und Patient nach Hause schicken“ funktionieren.
Langfristig gehören Ernährungsberatung und ärztliche Kontrollen genauso zur Therapie wie der eigentliche Eingriff.
4. Medicana Health Group
Medicana besitzt zahlreiche Krankenhäuser in Istanbul und weiteren türkischen Städten.
Auch Sleeve-Gastrektomien gehören zum aktuellen chirurgischen Behandlungsspektrum.
Medicana International Izmir verfügt beispielsweise über Allgemeinchirurgen mit ausgewiesenem Schwerpunkt:
- Sleeve-Gastrektomie
- Gastric Bypass
- Revisionschirurgie
- metabolische Chirurgie
- minimalinvasive Chirurgie
Die große Krankenhausstruktur kann besonders für Patienten mit Begleiterkrankungen interessant sein.
Wie bei allen Krankenhausketten sollte allerdings nicht nur die Marke „Medicana“ ausgewählt werden.
Entscheidend ist der konkrete Chirurg am jeweiligen Standort.
5. Medical Park Hospitals
Medical Park gehört zu den größten privaten Krankenhausnetzwerken der Türkei und bietet 2026 ausdrücklich Sleeve-Gastrektomien für internationale Patienten an.
Die Operation wird normalerweise laparoskopisch durchgeführt.
Medical Park nennt ungefähr:
- 70 bis 80 Prozent Magenentfernung
- ein bis zwei Stunden Operationsdauer
- ungefähr ein bis zwei Krankenhausnächte
als typische Orientierung.
Internationale Patienten können abhängig vom Paket zusätzlich Unterstützung erhalten bei:
- Voruntersuchungen
- Unterkunft
- Transfers
- Ernährungsberatung
- Nachsorge
Auch hier sollte geprüft werden, welcher Medical-Park-Standort und welcher Chirurg die Behandlung tatsächlich durchführen.
6. Florence Nightingale Hospitals
Die Florence Nightingale Hospitals verfügen über ein eigenes Zentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie.
Die entsprechenden Informationen wurden im August 2026 nochmals aktualisiert.
Zum Angebot gehören unter anderem:
- Sleeve-Gastrektomie
- Gastric Bypass
- weitere bariatrische Verfahren
- Ernährungsmedizin
- psychologische Unterstützung
- langfristige Nachsorge
Gerade die Kombination aus Chirurg, Ernährungsberater und psychologischer Vorbereitung entspricht dem modernen Verständnis einer Adipositastherapie.
Eine erfolgreiche Sleeve-Gastrektomie verändert nicht nur die Größe des Magens, sondern verlangt dauerhaft andere Ess- und Lebensgewohnheiten.
7. Medipol University Hospital
Auch Medipol besitzt ein eigenes Adipositaszentrum.
Zum aktuellen Angebot gehören unter anderem:
- Sleeve-Gastrektomie
- Gastric Bypass
- SASI-Bipartition
- Magenballon
- endoskopische Verfahren
Das Medipol Mega University Hospital verbindet eine große Krankenhausinfrastruktur mit universitärer Medizin.
Patienten werden nach Angaben des Zentrums multidisziplinär beurteilt und unter anderem durch Ernährungsfachkräfte begleitet.
Für komplexere Patienten kann zusätzlich interessant sein, dass innerhalb eines Universitätskrankenhauses zahlreiche weitere Fachrichtungen verfügbar sind.
8. Anadolu Medical Center
Das Anadolu Medical Center befindet sich in Gebze/Kocaeli östlich von Istanbul und gehört zum erweiterten medizinischen Einzugsgebiet der Metropole.
Die Klinik bietet Sleeve-Gastrektomien laparoskopisch an.
Nach Angaben des Zentrums wird ein großer Teil des Magens entfernt und ein Restmagen mit einem deutlich kleineren Volumen geschaffen.
Die Operation dauert häufig ungefähr:
45 bis 75 Minuten
und der Krankenhausaufenthalt liegt typischerweise bei:
2 bis 3 Tagen.
Anadolu Medical Center besitzt eine umfangreiche allgemeine Krankenhausinfrastruktur und betreut regelmäßig internationale Patienten.
Aufgrund der Entfernung zum Zentrum Istanbuls sollte eine Unterkunft möglichst in Kliniknähe gewählt werden.
9. Hisar Intercontinental Hospital
Hisar Intercontinental Hospital befindet sich auf der asiatischen Seite Istanbuls und verfügt über ein eigenes Department für Adipositas- und metabolische Chirurgie.
Zum Angebot gehören unter anderem:
- Sleeve-Gastrektomie
- Gastric Bypass
- weitere metabolische Verfahren
Hisar beschreibt ein umfangreiches präoperatives Untersuchungsprogramm.
Je nach Patient können dazu gehören:
- Blutuntersuchungen
- Kardiologie
- Pneumologie
- Endokrinologie
- Ernährungsberatung
- Magenspiegelung
- Ultraschall
- EKG
Gerade bei bariatrischen Operationen ist eine gründliche Vorbereitung wichtiger als ein besonders kurzer Ablauf zwischen Flughafen und Operationssaal.
10. Biruni University Hospital
Das Biruni University Hospital in Istanbul verfügt ebenfalls über Allgemeinchirurgen mit Schwerpunkt bariatrische und metabolische Chirurgie.
Aktuell werden unter anderem angeboten:
- Sleeve-Gastrektomie
- Gastric Bypass
- SADI-S
- Duodenal Switch
- metabolische Chirurgie
Als Universitätskrankenhaus besitzt Biruni zusätzlich Zugang zu zahlreichen weiteren medizinischen Fachrichtungen.
Auch hier gilt: Wichtig ist nicht allein der Krankenhausname, sondern die tatsächliche Erfahrung des Operateurs mit Sleeve-Gastrektomien und der postoperative Betreuungsplan.
Ab welchem BMI kommt eine Sleeve-Gastrektomie infrage?
Bei diesem Thema existieren unterschiedliche Kriterien.
Viele türkische Kliniken nennen weiterhin die traditionellen Grenzen:
- BMI über 40 ohne weitere Erkrankung
- BMI über 35 mit relevanter Begleiterkrankung
Internationale moderne Leitlinien sind inzwischen etwas weiter gefasst.
Metabolische beziehungsweise bariatrische Chirurgie wird grundsätzlich bei einem BMI ab 35 empfohlen, unabhängig davon, ob bereits Begleiterkrankungen bestehen.
Bei einem BMI zwischen 30 und 34,9 kann sie bei bestimmten metabolischen Erkrankungen beziehungsweise nach erfolgloser konservativer Behandlung erwogen werden.
Die Entscheidung erfolgt aber niemals allein anhand einer BMI-Zahl.
Berücksichtigt werden beispielsweise:
- Alter
- bisherige Abnehmversuche
- Diabetes
- Bluthochdruck
- Schlafapnoe
- Fettleber
- Gelenkbeschwerden
- Essverhalten
- psychische Situation
- Operationsrisiko
Sleeve oder Gastric Bypass?
Der Schlauchmagen ist nicht automatisch für jeden Patienten die beste Operation.
Gerade bei ausgeprägtem gastroösophagealem Reflux kann ein Gastric Bypass in bestimmten Fällen geeigneter sein.
Weitere Faktoren sind:
- sehr hoher BMI
- Diabetes
- Essverhalten
- frühere Bauchoperationen
- Reflux
- vorhandene Magenerkrankungen
Eine Klinik, die jedem Patienten unabhängig von Befund dieselbe Operation verkauft, wäre deshalb ein Warnzeichen.
Ist der Schlauchmagen rückgängig zu machen?
Nein.
Die entfernte Magenwand wird aus dem Körper entnommen.
Eine Sleeve-Gastrektomie ist deshalb nicht reversibel.
Das unterscheidet sie beispielsweise von einem Magenballon, der später wieder entfernt werden kann.
Gerade deshalb sollte die Entscheidung gut überlegt sein.
Welche Untersuchungen sind vor der Operation notwendig?
Je nach Patient können beispielsweise durchgeführt werden:
- großes Blutbild
- Leber- und Nierenwerte
- Blutzucker und HbA1c
- Gerinnung
- Schilddrüsenwerte
- EKG
- kardiologische Untersuchung
- Lungenuntersuchung
- Bauchultraschall
- Magenspiegelung
- Schlafapnoe-Abklärung
- Ernährungsberatung
Auch sämtliche Medikamente und Vorerkrankungen müssen angegeben werden.
Blutverdünner beziehungsweise andere Medikamente dürfen niemals eigenständig abgesetzt werden.
Wie läuft die Operation ab?
Die Sleeve-Gastrektomie erfolgt normalerweise unter Vollnarkose.
Über mehrere kleine Zugänge im Bauchraum werden Kamera und Operationsinstrumente eingeführt.
Anschließend wird der Magen längs geteilt.
Der größere äußere Anteil wird entfernt, während der verbleibende Teil zu einem schmalen Schlauch geformt wird.
Die lange Naht- beziehungsweise Klammerreihe wird anschließend kontrolliert.
Die Operation dauert häufig ungefähr eine bis zwei Stunden.
Welche Risiken hat eine Sleeve-Gastrektomie?
Die wichtigste mögliche frühe Komplikation ist eine Undichtigkeit beziehungsweise ein Leak an der Staplerlinie.
Weitere Risiken sind:
- Blutungen
- Infektionen
- Thrombosen
- Lungenembolien
- Narkosekomplikationen
- Verengung des Magens
- Dehydration
- Übelkeit und Erbrechen
Langfristig können auftreten:
- Reflux
- Vitamin- und Mineralstoffmangel
- Eisenmangel
- Vitamin-B12-Mangel
- Folsäuremangel
- erneute Gewichtszunahme
- Gallensteine
Auch nach einer Sleeve-Gastrektomie sind deshalb langfristige Blutuntersuchungen wichtig.
Reflux nach Schlauchmagen
Ein besonders wichtiger Punkt ist Sodbrennen.
Eine Sleeve-Gastrektomie kann bestehenden Reflux verschlechtern oder neuen Reflux begünstigen.
Wer bereits unter starkem:
- Sodbrennen
- saurem Aufstoßen
- Barrett-Ösophagus
- ausgeprägter Refluxerkrankung
leidet, sollte dies unbedingt vor der Operation angeben.
In solchen Fällen kann eine andere bariatrische Operationsmethode geeigneter sein.
Ernährung nach der Magenverkleinerung
Nach der Operation kann nicht sofort wieder normal gegessen werden.
Die Ernährung wird stufenweise aufgebaut.
Typischerweise beginnt sie mit:
- Flüssigkeiten
- proteinreichen Flüssigkeiten
- pürierter Kost
- weichen Lebensmitteln
- schrittweisem Übergang zu fester Nahrung
Die genauen Zeiträume unterscheiden sich zwischen Zentren und Patienten.
Besonders wichtig sind:
- ausreichend trinken
- kleine Schlucke
- langsam essen
- gründlich kauen
- Proteinaufnahme
- Flüssigkeit und Mahlzeiten teilweise zeitlich trennen
Die konkreten Vorgaben des bariatrischen Teams haben Vorrang.
Vitamine nach der Sleeve-Gastrektomie
Obwohl der Darm beim Schlauchmagen nicht umgeleitet wird, können langfristig Nährstoffdefizite entstehen.
Kontrolliert werden können beispielsweise:
- Eisen
- Vitamin B12
- Folsäure
- Vitamin D
- Calcium
- weitere Mikronährstoffe
Welche Nahrungsergänzung notwendig ist, hängt von Laborwerten und individuellem Verlauf ab.
Eine pauschale Aussage, dass nach einem Schlauchmagen keinerlei Vitaminergänzung notwendig sei, ist deshalb nicht sinnvoll.
Wie lange bleibt man in der Türkei?
Der Krankenhausaufenthalt beträgt häufig ungefähr:
2 bis 3 Nächte.
Internationale Patienten sollten allerdings länger in der Türkei bleiben.
Ungefähr 5 bis 7 Tage oder mehr können sinnvoll sein, damit frühe Kontrollen noch beim operierenden Team stattfinden.
Bei bestehenden Erkrankungen oder kompliziertem Verlauf kann mehr Zeit notwendig sein.
Der Rückflug sollte erst nach ärztlicher Freigabe erfolgen.
Wann kann man wieder arbeiten?
Bei unkompliziertem Verlauf sind leichte Tätigkeiten häufig nach ungefähr:
2 bis 4 Wochen
wieder möglich.
Körperlich schwere Arbeit kann eine längere Pause erfordern.
Leichte Bewegung und kurze Spaziergänge beginnen dagegen normalerweise bereits früh nach der Operation.
Das unterstützt Kreislauf und Thromboseprophylaxe.
Wie schnell verliert man Gewicht?
Der stärkste Gewichtsverlust findet normalerweise während der ersten Monate statt.
Danach verlangsamt sich die Abnahme zunehmend.
Das Ergebnis hängt unter anderem ab von:
- Ausgangsgewicht
- Ernährung
- körperlicher Aktivität
- Stoffwechsel
- Begleiterkrankungen
- langfristiger Therapietreue
Eine bestimmte Kilogrammzahl kann deshalb nicht garantiert werden.
Wichtiger als möglichst schnelles Abnehmen ist eine langfristig stabile Entwicklung bei guter Muskel- und Nährstoffversorgung.
Kann man wieder zunehmen?
Ja.
Eine Sleeve-Gastrektomie verhindert Gewichtszunahme nicht vollständig.
Langfristige Gründe können beispielsweise sein:
- häufige kalorienreiche Snacks
- flüssige Kalorien
- Süßigkeiten
- Alkohol
- fehlende Bewegung
- Veränderungen des Essverhaltens
Auch der Restmagen kann sich über die Jahre etwas verändern.
Bei erheblicher erneuter Gewichtszunahme sollte zunächst geklärt werden, warum die ursprüngliche Behandlung nicht mehr ausreichend funktioniert.
Was kostet eine Sleeve-Gastrektomie in der Türkei 2026?
Die Preisspanne ist groß.
Aktuelle internationale Krankenhausangebote und Marktübersichten zeigen für 2026 ungefähr folgende Bereiche:
| Leistung | Ungefähre Kosten |
|---|---|
| günstige Einstiegspakete | ab ca. 2.200–3.000 € |
| typische Komplettpakete | ca. 3.000–5.000 € |
| große Premiumkrankenhäuser | ca. 4.000–7.000 € oder mehr |
| komplexe Revisionen | individuell, häufig deutlich teurer |
Sehr günstige Angebote sollten genau geprüft werden.
Entscheidend ist, was tatsächlich enthalten ist.
Was sollte ein Komplettpaket enthalten?
Vor der Buchung sollte schriftlich geklärt werden, ob enthalten sind:
- bariatrischer Chirurg
- Vollnarkose
- Krankenhaus
- Voruntersuchungen
- Magenspiegelung
- Medikamente
- Krankenhausnächte
- Ernährungsberatung
- postoperative Kontrollen
- Hotel
- Flughafen-Transfer
- Kliniktransfers
- Dolmetscher
Besonders wichtig ist:
Was passiert, wenn eine Komplikation zusätzliche Krankenhausnächte oder eine zweite Operation notwendig macht?
Warnzeichen bei einem Anbieter
Besonders kritisch sind:
- Operation ohne umfassende Voruntersuchung
- jeder Patient erhält automatisch einen Sleeve
- kein konkreter Chirurg wird genannt
- ausschließlich Verkauf über WhatsApp
- garantierter Gewichtsverlust
- angeblich „risikofreie“ Operation
- keine Ernährungsberatung
- keine postoperative Blutkontrolle
- keine Regelung für Komplikationen
- Rückflug unmittelbar nach der Entlassung
- extrem niedriger Paketpreis ohne transparente Leistungen
Eine bariatrische Operation sollte von einem medizinischen Team geplant werden und nicht von einem Verkaufsberater.
Nachsorge nach Deutschland
Die wichtigste Frage bei einer bariatrischen Behandlung im Ausland ist oft nicht die Operation selbst, sondern:
Wer betreut mich in den kommenden Jahren?
Nach der Rückkehr sollten regelmäßige Kontrollen organisiert werden.
Dazu gehören abhängig vom Verlauf:
- Gewichtskontrolle
- Blutuntersuchungen
- Nährstoffstatus
- Ernährungsberatung
- Kontrolle von Begleiterkrankungen
Auch Hausarzt und gegebenenfalls Internist sollten über die Operation informiert sein.
Bei ungewöhnlichen Beschwerden ist eine persönliche Untersuchung wichtiger als ein Foto oder eine WhatsApp-Nachricht an die Klinik.
Welche Symptome sind nach der Operation ein Notfall?
Unverzüglich medizinisch abgeklärt werden sollten beispielsweise:
- zunehmende starke Bauchschmerzen
- Fieber
- schneller Puls
- Atemnot
- Brustschmerzen
- wiederholtes starkes Erbrechen
- Unfähigkeit ausreichend zu trinken
- Blutungen
- plötzlich starke Schwäche
- einseitige Beinschwellung
Solche Symptome können unter anderem auf Leckage, Blutung, Infektion oder Thrombose hinweisen und dürfen nicht abgewartet werden.
Fazit: Bei Sleeve-Gastrektomie zählt die langfristige Betreuung genauso wie der Chirurg
Die Türkei besitzt 2026 eine sehr große Auswahl an Krankenhäusern und bariatrischen Zentren.
Acıbadem, Memorial, Liv Hospital, Medicana, Medical Park, Florence Nightingale, Medipol, Anadolu Medical Center, Hisar Intercontinental und Biruni gehören zu den bekannten Einrichtungen mit aktiven Angeboten für Sleeve-Gastrektomie beziehungsweise bariatrische Chirurgie.
Eine pauschale „beste Klinik“ gibt es trotzdem nicht.
Entscheidend sind vielmehr:
- erfahrener bariatrischer Chirurg
- vollständige Voruntersuchung
- geeignetes Krankenhaus
- Intensiv- und Notfallversorgung
- Ernährungsberatung
- individuelle Auswahl der Operationsmethode
- klare Komplikationsstrategie
- langfristige Nachsorge
Besonders wichtig ist zu verstehen, dass eine Sleeve-Gastrektomie keine zeitlich begrenzte Diätmaßnahme ist.
Ein großer Teil des Magens wird dauerhaft entfernt.
Wer sich für diesen Eingriff entscheidet, verändert deshalb nicht nur seine Magengröße, sondern langfristig auch sein Ess- und Trinkverhalten.
Der günstigste Paketpreis sollte dabei das letzte und nicht das erste Auswahlkriterium sein.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche, bariatrische, chirurgische oder ernährungsmedizinische Beratung, Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Eine Sleeve-Gastrektomie ist ein irreversibler chirurgischer Eingriff unter Vollnarkose und kann unter anderem Blutungen, Infektionen, Undichtigkeiten der Magennaht, Verengungen, Reflux, Thrombosen, Lungenembolien, Dehydration, Nährstoffmängel oder weitere Operationen erforderlich machen. Welche bariatrische Behandlung geeignet ist, hängt von BMI, Begleiterkrankungen, Reflux, vorherigen Behandlungen, Essverhalten und weiteren individuellen medizinischen Faktoren ab. Medikamente dürfen vor oder nach der Operation niemals eigenständig verändert oder abgesetzt werden. Bei starken oder zunehmenden Bauchschmerzen, Fieber, schnellem Puls, Atemnot, Brustschmerzen, starken Blutungen, anhaltendem Erbrechen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden nach einer Magenoperation muss unverzüglich professionelle medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.