Stand: August 2026
Hoch über der heutigen Stadt Bergama erhebt sich eine der bedeutendsten archäologischen Landschaften der Türkei: das antike Pergamon, auf Türkisch Pergamon Antik Kenti beziehungsweise häufig einfach mit Bergama verbunden.
Die ehemalige Residenzstadt der Attaliden war in hellenistischer Zeit eines der wichtigsten politischen, kulturellen und wissenschaftlichen Zentren Kleinasiens. Später entwickelte sich Pergamon unter römischer Herrschaft weiter und wurde unter anderem durch sein berühmtes Heiligtum des Asklepios bekannt.
Heute verteilt sich das historische Pergamon nicht auf eine einzelne Ausgrabungsstätte.
Zu einem vollständigen Besuch gehören vor allem:
- die Akropolis von Pergamon
- das Asklepion
- die Rote Halle – Kızıl Avlu
- das Archäologische Museum von Bergama
- die historische Innenstadt von Bergama
Besonders eindrucksvoll ist die Akropolis. Sie liegt auf einem steilen Berg über dem Bakırçay-Tal und bietet nicht nur bedeutende antike Ruinen, sondern auch einen spektakulären Blick über die Landschaft der nördlichen Ägäis.
Seit 2014 gehört Pergamon mit seiner vielschichtigen Kulturlandschaft zum UNESCO-Welterbe.
Wer antike Städte wie Ephesos, Hierapolis oder Aphrodisias mag, sollte Pergamon unbedingt auf seine Reiseliste setzen.
Pergamon auf einen Blick
| Thema | Information |
|---|---|
| heutiger Ort | Bergama |
| Provinz | İzmir |
| antiker Name | Pergamon / Pergamum |
| UNESCO-Welterbe | seit 2014 |
| wichtigste Epoche | Hellenismus und Römische Zeit |
| bedeutende Dynastie | Attaliden |
| wichtigste Sehenswürdigkeit | Akropolis |
| weiteres Highlight | Asklepion |
| bekanntes Bauwerk | Großer Altar von Pergamon |
| Museum | Bergama Müzesi |
| idealer Zeitbedarf | mindestens ein voller Tag |
| beste Reisezeit | Frühling und Herbst |
| Entfernung von İzmir | ungefähr 100 km |
| geeignet als Tagesausflug | ja |
| empfehlenswert mit Mietwagen | sehr |
Wo liegt Pergamon?
Pergamon liegt oberhalb der heutigen Stadt Bergama in der Provinz İzmir im Westen der Türkei.
Bergama befindet sich im sogenannten Bakırçay-Tal, etwa 100 Kilometer nördlich von İzmir.
Die Ägäisküste liegt ebenfalls nicht weit entfernt.
Dadurch lässt sich Pergamon beispielsweise gut mit einem Aufenthalt in:
- İzmir
- Foça
- Dikili
- Çandarlı
- Ayvalık
kombinieren.
Von den großen Ferienregionen südlich von İzmir ist Bergama dagegen deutlich weiter entfernt.
Pergamon oder Bergama – was ist der Unterschied?
Die Begriffe werden häufig durcheinandergebracht.
Pergamon bezeichnet die antike Stadt.
Bergama ist die heutige türkische Stadt, die sich unterhalb und teilweise über historischen Siedlungsschichten entwickelt hat.
Wer heute „Pergamon besuchen“ möchte, fährt deshalb nach Bergama.
Die antiken Sehenswürdigkeiten liegen an verschiedenen Stellen innerhalb und oberhalb der modernen Stadt.
Geschichte von Pergamon
Die Region war bereits lange vor der hellenistischen Epoche besiedelt.
Ihre große politische Bedeutung entwickelte Pergamon jedoch insbesondere ab dem 3. Jahrhundert v. Chr.
Unter Philetairos entstand die Grundlage für die spätere Herrschaft der Attaliden.
Die Dynastie baute Pergamon zu einem mächtigen Königreich aus.
Besonders unter Königen wie Eumenes II. entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum für:
- Kunst
- Wissenschaft
- Architektur
- Bildung
- Politik
Pergamon konkurrierte kulturell teilweise mit anderen großen Zentren der antiken Welt.
Berühmt wurde insbesondere die Bibliothek von Pergamon.
Antike Überlieferungen schreiben ihr einen außergewöhnlich großen Buchbestand zu, wobei konkrete historische Zahlen mit Vorsicht betrachtet werden sollten.
Pergamon wird römisch
Der letzte König der Attalidendynastie, Attalos III., starb 133 v. Chr.
Er vermachte sein Königreich testamentarisch Rom.
Aus großen Teilen des ehemaligen pergamenischen Reiches entstand später die römische Provinz Asia.
Pergamon verlor dadurch nicht sofort seine Bedeutung.
Im Gegenteil: Während der römischen Kaiserzeit wurde die Stadt umfangreich erweitert.
Viele heute sichtbare Gebäude und Umbauten stammen aus dieser Epoche.
Die Akropolis von Pergamon
Das Herz des antiken Pergamon befindet sich auf dem rund 300 Meter hohen Burgberg oberhalb Bergamas.
Bereits die Lage ist außergewöhnlich.
Die antiken Bauherren mussten monumentale Tempel, öffentliche Gebäude und Theater an einen extrem steilen Berghang anpassen.
Dadurch entstand eine terrassenförmige Stadtanlage, die zu den eindrucksvollsten antiken Stadtlandschaften Kleinasiens gehört.
Auf der Akropolis befinden sich unter anderem Überreste von:
- Tempeln
- Palästen
- Bibliotheksanlagen
- Marktplätzen
- Wohnbereichen
- Zisternen
- Befestigungsanlagen
- dem berühmten Theater
Für die Akropolis sollte man mindestens zwei bis drei Stunden einplanen.
Wer sich intensiv mit Geschichte und Architektur beschäftigt, kann problemlos deutlich länger bleiben.
Das Theater von Pergamon
Eine der spektakulärsten Sehenswürdigkeiten ist das antike Theater.
Es wurde direkt in den steilen Berghang integriert.
Die Sitzreihen ziehen sich ungewöhnlich steil nach unten und bieten einen beeindruckenden Blick über die Ebene.
Das Theater konnte mehrere Tausend Zuschauer aufnehmen.
Seine extreme Hanglage unterscheidet es deutlich von vielen anderen antiken Theatern in der Türkei.
Wer Höhen nicht besonders gut verträgt, sollte beim Abstieg über die steilen Steinstufen vorsichtig sein.
Festes Schuhwerk ist unbedingt empfehlenswert.
Der Große Altar von Pergamon
Der sogenannte Pergamonaltar oder Große Altar gehört zu den berühmtesten Kunstwerken der hellenistischen Antike.
Er entstand wahrscheinlich im 2. Jahrhundert v. Chr. während der Herrschaft der Attaliden.
Bekannt ist insbesondere der monumentale Relief-Fries mit Darstellungen des Kampfes zwischen Göttern und Giganten.
Wer auf der Akropolis allerdings einen vollständig erhaltenen Pergamonaltar erwartet, wird überrascht sein.
Der monumentale Aufbau befindet sich nicht mehr in Bergama.
Große Teile der archäologischen Funde wurden während deutscher Ausgrabungen im 19. Jahrhundert nach Berlin gebracht.
Der rekonstruierte Altar wurde dort weltberühmt und gab dem Pergamonmuseum seinen Namen.
Auf der Akropolis in Bergama sieht man heute vor allem den ursprünglichen Standort und die Fundamentbereiche.
Gerade deshalb ist es interessant, sich vor dem Besuch mit der historischen Situation auseinanderzusetzen.
Der Trajan-Tempel
Eines der fotogensten Bauwerke auf der Akropolis ist der Bereich des Trajaneums.
Der Tempel wurde in römischer Zeit zu Ehren Kaiser Trajans errichtet und später unter Hadrian vollendet.
Heute sind mehrere hohe Marmorsäulen und Teile der Anlage rekonstruiert.
Durch die helle Architektur und die Lage am höchsten Bereich der Akropolis gehört das Trajaneum zu den beliebtesten Fotomotiven Pergamons.
Von hier hat man außerdem einen hervorragenden Blick über Bergama und das umliegende Tal.
Athena-Heiligtum
Athena besaß im hellenistischen Pergamon eine besondere Bedeutung.
Ihr Heiligtum befand sich in unmittelbarer Nähe des Theaters.
Der Tempelbereich gehörte zu den wichtigen religiösen und repräsentativen Anlagen der Oberstadt.
Heute sind hauptsächlich Fundamente und architektonische Überreste erhalten.
Viele bedeutende Bauteile und Funde aus diesem Bereich befinden sich inzwischen in Museen.
Die Bibliothek von Pergamon
Pergamon war in der Antike für seine Bibliothek bekannt.
Sie gehörte zu den bedeutenden Wissenszentren der hellenistischen Welt.
Häufig wird erzählt, dass eine Konkurrenz zwischen Alexandria und Pergamon zur Entwicklung beziehungsweise stärkeren Nutzung von Pergament geführt habe.
Diese populäre Geschichte ist historisch allerdings nicht so eindeutig nachweisbar, wie sie in vielen Reiseführern dargestellt wird.
Der Begriff Pergament ist dennoch sprachlich eng mit Pergamon verbunden.
Auf der Akropolis sind heute nur noch Reste der ursprünglichen Bibliotheksanlage erhalten.
Das Gymnasium von Pergamon
Das Gymnasium gehörte zu den größten Anlagen seiner Art in der hellenistischen Welt.
Es bestand aus mehreren Terrassen am Berghang.
Gymnasien dienten in der Antike nicht nur körperlichem Training.
Sie waren wichtige Einrichtungen für:
- Bildung
- Erziehung
- soziale Kontakte
- philosophische und intellektuelle Ausbildung
Die Dimensionen der Anlage zeigen, welchen Stellenwert Bildung und gesellschaftliches Leben in Pergamon besaßen.
Das Asklepion von Bergama
Nach der Akropolis ist das Asklepion die zweite große Sehenswürdigkeit Pergamons.
Es liegt nicht auf dem Burgberg, sondern südwestlich der antiken Stadt.
Das Asklepion war ein Heiligtum des Gottes Asklepios, dem Gott der Heilkunst.
Es entwickelte sich zu einem der bekanntesten antiken Heilzentren Kleinasiens.
Seine Blütezeit erreichte die Anlage besonders während der römischen Epoche.
Der bekannte Arzt Galen, einer der einflussreichsten Mediziner der Antike, wurde in Pergamon geboren und wirkte zeitweise in seiner Heimatstadt.
Seine medizinischen Schriften beeinflussten die Medizin in Europa und im Nahen Osten über viele Jahrhunderte.
Wie wurden Menschen im Asklepion behandelt?
Medizin und Religion waren in der Antike eng miteinander verbunden.
Im Asklepion kamen unterschiedliche Methoden zum Einsatz.
Dazu gehörten je nach Epoche beispielsweise:
- Bäder
- Wasseranwendungen
- Ruhe
- Bewegung
- Ernährung
- Traumdeutung
- religiöse Rituale
- Musik
- Gespräche
Man sollte das Asklepion trotzdem nicht mit einem modernen Krankenhaus vergleichen.
Es war gleichzeitig Heiligtum, religiöses Zentrum und Ort verschiedener Heilpraktiken.
Besonders interessant ist der unterirdische beziehungsweise teilweise überdeckte Gang innerhalb der Anlage.
Auch die heilige Quelle spielte eine wichtige Rolle.
Theater des Asklepions
Auch das Asklepion besitzt ein eigenes Theater.
Es ist wesentlich kleiner als das berühmte Theater auf der Akropolis.
Dennoch zeigt es, wie umfangreich der Heilkomplex ausgestattet war.
Theater, Musik und gesellschaftliche Aktivitäten waren Bestandteil des Lebens innerhalb der Anlage.
Die Via Tecta
Zum Heiligtum führte eine monumentale Straße, die sogenannte Via Tecta.
Teile der antiken Straße waren von Säulen gesäumt beziehungsweise überdacht.
Heute bildet sie einen eindrucksvollen Zugang zur Anlage.
Wer das Asklepion besucht, sollte deshalb nicht nur die einzelnen Gebäude betrachten, sondern sich vorstellen, wie Patienten und Besucher vor fast 2.000 Jahren diesen Weg zum Heiligtum nahmen.
Kızıl Avlu – die Rote Halle
Mitten im modernen Bergama befindet sich eines der ungewöhnlichsten römischen Bauwerke der Stadt: die Kızıl Avlu, auf Deutsch meist Rote Halle oder Red Basilica genannt.
Der gewaltige Backsteinbau stammt aus der römischen Kaiserzeit.
Die Anlage war wahrscheinlich mit ägyptischen Gottheiten verbunden.
Später wurde ein Teil des Komplexes als christliche Kirche genutzt.
Die monumentalen roten Backsteinmauern sind schon aus größerer Entfernung sichtbar.
Besonders außergewöhnlich ist, dass der antike Bau über dem Fluss Selinos errichtet wurde.
Der Fluss wurde dafür durch große Tunnel unter der Anlage hindurchgeleitet.
Diese antike Ingenieurleistung existiert teilweise bis heute.
Pergamon und die Offenbarung des Johannes
Pergamon besitzt auch eine besondere Bedeutung im frühen Christentum.
Die Stadt wird im biblischen Buch der Offenbarung als eine der Sieben Gemeinden Kleinasiens erwähnt.
Dadurch besuchen neben klassischen Kulturreisenden auch christliche Pilger und Bibelreisegruppen Bergama.
Die später christlich genutzte Rote Halle wird in diesem Zusammenhang häufig besucht.
Archäologisches Museum Bergama
Wer nach Akropolis und Asklepion noch Zeit hat, sollte das Bergama Müzesi besuchen.
Das Museum befindet sich in der modernen Stadt.
Die Sammlung umfasst Funde aus:
- Pergamon
- Asklepion
- Roter Halle
- umliegenden antiken Siedlungen
- weiteren archäologischen Fundorten der Region
Neben archäologischen Objekten besitzt das Museum auch einen ethnografischen Bereich zur traditionellen Kultur der Umgebung.
Gerade nach einem Besuch der Ausgrabungsstätten helfen die ausgestellten Objekte dabei, die historischen Anlagen besser einzuordnen.
Kann man mit der Seilbahn zur Akropolis fahren?
Der Burgberg ist sehr steil.
In den vergangenen Jahren wurde der Zugang zur Akropolis zusätzlich durch eine Seilbahnanlage erleichtert.
Ob sie am konkreten Besuchstag in Betrieb ist, sollte jedoch vor Ort beziehungsweise unmittelbar vor der Anreise geprüft werden.
Bei Wartungsarbeiten, technischen Problemen oder saisonalen Änderungen kann sich der Betrieb verändern.
Alternativ ist die Akropolis über die Straße erreichbar.
Wie kommt man von İzmir nach Bergama?
Für Individualreisende ist ein Mietwagen meist die bequemste Variante.
Von İzmir führt die Strecke nördlich Richtung Aliağa und Bergama.
Je nach Ausgangspunkt und Verkehr sollte man ungefähr anderthalb bis zwei Stunden Fahrzeit einplanen.
Wer vom Flughafen İzmir Adnan Menderes startet, benötigt entsprechend etwas länger.
Bergama lässt sich außerdem mit Überlandbussen und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen.
Eine direkte normale Bahnverbindung bis in die Innenstadt von Bergama gibt es derzeit nicht.
Wer mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Tag besuchen möchte, ist mit Mietwagen oder organisiertem Transfer deutlich flexibler.
Pergamon als Tagesausflug von İzmir
Ein Tagesausflug ist problemlos möglich.
Ein sinnvoller Tagesablauf könnte ungefähr so aussehen:
Vormittag: Fahrt von İzmir nach Bergama
10:00 Uhr: Akropolis
13:00 Uhr: Mittagessen in Bergama
14:00 Uhr: Asklepion
16:00 Uhr: Rote Halle
17:00 Uhr: Bergama Museum oder Spaziergang durch die Innenstadt
Abends: Rückfahrt nach İzmir
Die genauen Zeiten sollte man an Jahreszeit, Öffnungszeiten und persönliches Tempo anpassen.
Lohnt sich eine Übernachtung in Bergama?
Wer ausschließlich die wichtigsten Ruinen sehen möchte, kann Bergama als Tagesausflug besuchen.
Eine Übernachtung besitzt allerdings mehrere Vorteile.
Man kann Akropolis und Asklepion wesentlich entspannter besichtigen und zusätzlich die moderne Stadt kennenlernen.
Bergama besitzt traditionelle Viertel, alte Häuser, Märkte und eine lokale Atmosphäre, die bei einem schnellen Tagestrip leicht verloren geht.
Außerdem lässt sich der Aufenthalt mit weiteren Zielen im Norden der Ägäis kombinieren.
Bergama und seine Teppichtradition
Bergama ist nicht nur wegen Pergamon bekannt.
Die Region besitzt eine lange Tradition der Teppich- und Kelimherstellung.
Historische Bergama-Teppiche sind international bekannt und zeichnen sich häufig durch kräftige geometrische Muster aus.
Im Museum und teilweise im lokalen Handel lassen sich Beispiele dieser Tradition entdecken.
Beim Kauf hochwertiger Teppiche sollte man allerdings immer Herkunft, Alter, Material und Preis kritisch prüfen.
Wie viel Zeit braucht man für Pergamon?
Für einen vollständigen Besuch würde ich mindestens einen ganzen Tag einplanen.
Wer nur die Akropolis sehen möchte, benötigt ungefähr zwei bis drei Stunden.
Für Asklepion sollte man weitere ein bis zwei Stunden einrechnen.
Hinzu kommen:
- Rote Halle
- Museum
- Mittagessen
- Fahrten zwischen den Anlagen
Mit zwei Tagen wird der Besuch wesentlich entspannter.
Beste Reisezeit für Pergamon
Pergamon kann grundsätzlich das ganze Jahr besucht werden.
Besonders angenehm sind jedoch:
April bis Mai
und
September bis Oktober.
Im Frühling ist die Landschaft häufig grün und die Temperaturen sind angenehmer.
Im Hochsommer können auf der Akropolis sehr hohe Temperaturen entstehen.
Große Teile der Anlage liegen ohne Schatten in direkter Sonne.
Wer im Juli oder August kommt, sollte möglichst früh am Morgen beginnen.
Was sollte man mitnehmen?
Für die Akropolis sind besonders wichtig:
- feste Schuhe
- Sonnenhut
- Sonnencreme
- ausreichend Wasser
- leichte Kleidung im Sommer
- Kamera oder Smartphone
Die antiken Wege und Treppen können uneben und teilweise sehr steil sein.
Normale Sandalen oder glatte Schuhe sind deshalb nicht ideal.
Barrierefreiheit in Pergamon
Die historische Topografie macht Pergamon für Menschen mit eingeschränkter Mobilität teilweise schwierig.
Besonders die Akropolis besitzt:
- steile Wege
- unebene antike Pflasterflächen
- Treppen
- große Höhenunterschiede
Das Asklepion ist in Teilen flacher, aber ebenfalls eine archäologische Anlage mit historischen Oberflächen.
Wer auf Rollstuhl oder Gehhilfe angewiesen ist, sollte vor der Fahrt aktuelle Informationen zu zugänglichen Bereichen einholen.
Eintrittspreise und Öffnungszeiten 2026
Bei türkischen Museen und archäologischen Stätten können sich Eintrittspreise und Öffnungszeiten verändern.
Gerade aufgrund von Inflation und saisonalen Öffnungszeiten sind Preisangaben, die mehrere Jahre unverändert in einem Reiseartikel stehen, schnell wertlos.
Deshalb empfiehlt es sich, unmittelbar vor dem Besuch die aktuellen offiziellen Angaben zu Akropolis, Asklepion und Bergama Museum zu kontrollieren.
Türkische Staatsbürger können je nach Anlage und aktueller Regelung die MüzeKart nutzen.
Internationale Besucher erhalten reguläre Eintrittskarten nach den jeweils gültigen Tarifen.
Wo befindet sich der Pergamonaltar heute?
Diese Frage sorgt besonders häufig für Verwirrung.
Der berühmte rekonstruierte Pergamonaltar befindet sich nicht mehr in Bergama, sondern im Pergamonmuseum in Berlin.
Auf der Akropolis sieht man den ursprünglichen Standort beziehungsweise die Fundamentbereiche.
Viele Originalteile der monumentalen Anlage gelangten im Zuge der deutschen Ausgrabungen des 19. Jahrhunderts nach Berlin.
Die Geschichte dieser Ausgrabungen und der Verbringung archäologischer Objekte wird bis heute kulturell und politisch diskutiert.
Pergamon oder Ephesos – was ist interessanter?
Beide antiken Städte sind außergewöhnlich, aber sehr unterschiedlich.
Ephesos beeindruckt besonders durch seine monumentalen römischen Straßen, die Celsus-Bibliothek, Hanghäuser und das Große Theater.
Pergamon ist stärker durch seine dramatische Berglage, die hellenistische Stadtplanung und das Asklepion geprägt.
Wer genügend Zeit an der türkischen Ägäis hat, sollte deshalb nicht zwischen beiden wählen.
Beide Orte ergänzen sich hervorragend.
Häufige Fragen zu Pergamon
Wo befindet sich Pergamon?
Pergamon befindet sich bei der heutigen Stadt Bergama in der Provinz İzmir im Westen der Türkei.
Gehört Pergamon zum UNESCO-Welterbe?
Ja. Pergamon und seine vielschichtige Kulturlandschaft gehören seit 2014 zum UNESCO-Welterbe.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für Akropolis, Asklepion und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten empfiehlt sich mindestens ein kompletter Tag.
Ist Pergamon dasselbe wie Bergama?
Nein. Pergamon ist die antike Stadt, Bergama die heutige türkische Stadt an diesem Ort.
Wo steht der Pergamonaltar?
Der rekonstruierte monumentale Altar befindet sich im Pergamonmuseum in Berlin. Auf der Akropolis in Bergama befindet sich sein ursprünglicher Standort.
Was ist das Asklepion?
Das Asklepion war ein antikes Heiligtum und Heilzentrum des Gottes Asklepios.
War Galen in Pergamon?
Ja. Der berühmte antike Arzt Galen wurde in Pergamon geboren und ist eng mit der Medizingeschichte der Stadt verbunden.
Kann man Pergamon von İzmir aus als Tagesausflug besuchen?
Ja. Mit einem Mietwagen oder organisiertem Transfer ist ein Tagesausflug sehr gut möglich.
Welche Sehenswürdigkeiten gehören zu Pergamon?
Zu den wichtigsten gehören Akropolis, Theater, Trajaneum, Asklepion, Rote Halle und Bergama Museum.
Wann sollte man Pergamon besuchen?
Frühling und Herbst bieten meistens die angenehmsten Temperaturen. Im Hochsommer empfiehlt sich ein früher Start.
Fazit: Pergamon gehört zu den beeindruckendsten antiken Städten der Türkei
Pergamon besitzt etwas, das selbst unter den zahlreichen antiken Städten der Türkei außergewöhnlich ist.
Die Stadt wurde nicht einfach auf einer Ebene errichtet.
Sie zieht sich über einen steilen Berg und verbindet Architektur, Landschaft und Geschichte auf beeindruckende Weise.
Auf der Akropolis stand einst eine der bedeutendsten Residenzstädte der hellenistischen Welt.
Wenige Kilometer entfernt entwickelte sich mit dem Asklepion eines der berühmtesten Heilzentren der Antike.
Dazu kommen die Rote Halle, die Verbindung zur frühen christlichen Geschichte, das Archäologische Museum und die traditionelle Stadt Bergama.
Wer nur für einige Stunden kommt, sollte Akropolis und Asklepion priorisieren.
Wer einen ganzen Tag Zeit hat, sollte zusätzlich Rote Halle und Museum besuchen.
Und wer Geschichte wirklich intensiv erleben möchte, bleibt eine Nacht in Bergama.
Pergamon ist weniger touristisch überlaufen als einige andere berühmte antike Stätten der Türkei – historisch gehört es jedoch ohne Zweifel zu den wichtigsten.