Stand: August 2026
Adrasan gehört zu den Orten an der türkischen Mittelmeerküste, die sich ihren natürlichen Charakter trotz wachsender Bekanntheit weitgehend bewahrt haben. Statt großer All-inclusive-Hotelkomplexe erwarten Besucher eine von bewaldeten Bergen eingerahmte Bucht, kleinere Pensionen, Restaurants am Wasser, Ausflugsboote und eine Küstenlandschaft, die zu den schönsten Abschnitten der Provinz Antalya gehört.
Der Ort liegt im Landkreis Kumluca, südwestlich von Antalya und südlich von Kemer. Die rund zwei Kilometer lange Adrasan-Bucht befindet sich mitten in der Landschaft des Beydağları-Küstengebiets und wird von Bergen, Pinienwäldern und dem tiefblauen Mittelmeer eingerahmt.
Besonders bekannt ist Adrasan inzwischen als Ausgangspunkt für Bootstouren nach Suluada, die wegen ihres außergewöhnlich klaren türkisfarbenen Wassers häufig als „türkische Malediven“ beworben wird.
Doch Suluada ist nur ein Teil dessen, was die Region bietet. Porto Ceneviz, Sazak, Akseki, der Lykische Weg, der Gelidonya-Leuchtturm, Olympos, Çıralı und Yanartaş lassen sich hervorragend mit einem Aufenthalt in Adrasan kombinieren.
Wer die Gegend wirklich kennenlernen möchte, sollte deshalb mindestens drei bis vier Tage einplanen.
Wo liegt Adrasan?
Adrasan liegt ungefähr:
- 24 Kilometer von Kumluca
- etwa 30 Kilometer von Olympos
- rund 50 Kilometer von Kemer
- ungefähr 95 bis 100 Kilometer von Antalya
- etwa 100 bis 110 Kilometer vom Flughafen Antalya
entfernt.
Die letzten Kilometer führen von der D400 durch eine bergige, bewaldete Landschaft hinunter zur Küste.
Ein Mietwagen ist für die Region besonders praktisch, weil viele interessante Buchten, Wanderwege und Ausflugsziele außerhalb der eigentlichen Ortschaft liegen.
Die 13 schönsten Sehenswürdigkeiten in und um Adrasan
1. Adrasan Koyu und Adrasan Beach
Die erste Sehenswürdigkeit ist gleichzeitig der Hauptgrund, überhaupt nach Adrasan zu kommen.
Der Strand der Bucht ist ungefähr zwei Kilometer lang und wird von bewaldeten Berghängen geschützt.
Je nach Strandabschnitt findet man:
- Sand
- feinen Kies
- kleine Steine
Das Wasser fällt vielerorts relativ langsam ab und ist häufig ruhiger als an stärker dem offenen Mittelmeer ausgesetzten Küstenabschnitten.
Entlang des Strandes befinden sich:
- Restaurants
- Cafés
- kleinere Hotels
- Pensionen
- Bootsstege
- Wassersportangebote
Der nördliche Strandabschnitt wirkt lebhafter, während es in anderen Bereichen ruhiger werden kann.
Adrasan eignet sich deshalb sowohl für einen normalen Badetag als auch als Ausgangspunkt für Ausflüge.
Beste Zeit am Strand
Im Juli und August wird es ab dem späten Vormittag deutlich voller.
Besonders angenehm ist der Strand:
vor 10:00 Uhr
und:
ab etwa 17:00 Uhr.
Dann ist auch das Licht auf den umliegenden Bergen besonders schön.
2. Suluada – das berühmteste Ausflugsziel
Suluada ist heute wahrscheinlich die bekannteste Attraktion rund um Adrasan.
Die felsige Insel liegt vor der Küste zwischen Adrasan und dem Bereich des Gelidonya-Kaps.
Auf der Insel gibt es keine normale Siedlung.
Berühmt ist Suluada vor allem für:
- außergewöhnlich klares Wasser
- kleine helle Strandabschnitte
- Unterwasserhöhlen
- felsige Küste
- intensive Türkis- und Blautöne
In sozialen Medien wird Suluada gerne als:
„Maldives of Turkey“
bezeichnet.
Der Vergleich ist natürlich hauptsächlich Marketing. Landschaftlich handelt es sich um eine typisch felsige Mittelmeerinsel und nicht um ein tropisches Atoll.
Das Wasser gehört trotzdem zu den schönsten in der Region.
Wie funktioniert eine Suluada-Bootstour?
Die meisten Boote starten morgens aus Adrasan.
Typischerweise beginnt die Fahrt ungefähr zwischen:
09:30 und 10:00 Uhr.
Die Rückkehr erfolgt häufig gegen:
16:00 bis 17:00 Uhr.
Während des Tages gibt es mehrere Badestopps.
Je nach Wetter und Seegang können beispielsweise besucht werden:
- Vorderseite von Suluada
- Rückseite der Insel
- Aşıklar Mağarası
- weitere Buchten entlang der Küste
Die genaue Route entscheidet normalerweise der Kapitän anhand der Bedingungen.
Was kostet die Suluada-Bootstour 2026?
Bei direkt in Adrasan gebuchten Tagesbooten liegen aktuelle Angebote im Sommer 2026 ungefähr bei:
1.300 bis 1.500 TL pro Person.
Mittagessen ist häufig inklusive.
Touren mit Hoteltransfer aus Antalya, Kemer oder anderen Ferienorten können etwa:
1.900 TL beziehungsweise 40–45 Euro oder mehr
kosten.
Getränke sind häufig nicht im Preis enthalten.
Da die Anbieter unterschiedliche Schiffe, Routen und Leistungen haben, sollte vor der Buchung genau gefragt werden:
- Mittagessen inklusive?
- Getränke inklusive?
- wie viele Badestopps?
- wie viele Passagiere?
- Transfer inklusive?
- genaue Abfahrtszeit?
3. Aşıklar Mağarası – die Liebeshöhle
Auf beziehungsweise unmittelbar an Suluada befindet sich die sogenannte:
Aşıklar Mağarası – Lovers‘ Cave.
Die Höhle gehört zu den beliebten Stopps vieler Bootstouren.
Je nach Wasserstand und Bedingungen können Boote in der Nähe stoppen und Gäste schwimmen in den Bereich hinein.
Das Wasser kann innerhalb der Höhle deutlich dunkler und kühler wirken.
Wer nicht sicher schwimmt, sollte nicht versuchen, nur wegen eines Fotos in jede Höhle hineinzuschwimmen.
Die Entscheidung des Kapitäns sollte immer Vorrang haben.
4. Porto Ceneviz Koyu
Porto Ceneviz, auch Ceneviz Koyu genannt, gehört zu den schönsten Buchten der Küste zwischen Adrasan und Olympos.
Die Bucht ist weitgehend von steilen, bewaldeten Bergen umgeben und hauptsächlich mit dem Boot erreichbar.
Das Meer ist häufig außergewöhnlich klar.
Viele Adrasan-Bootstouren bieten statt einer Suluada-Route eine:
Porto-Ceneviz-Buchtentour
an.
Dabei werden mehrere Buchten entlang der Küste kombiniert.
Für Reisende, die Suluada bereits kennen, würde ich eine solche Tour sogar bevorzugen.
Sie zeigt wesentlich mehr von der eigentlichen Küstenlandschaft.
5. Sazak Koyu
Sazak Bay ist eine weitere weitgehend natürliche Bucht südlich beziehungsweise südwestlich von Adrasan.
Sie ist von Wald und Bergen umgeben und besitzt kaum klassische touristische Bebauung.
Erreichbar ist sie:
- mit dem Boot
- über Wanderwege
- teilweise über schwierige Waldwege
Gerade mit einem normalen Mietwagen würde ich nicht blind jeder Navigationsroute folgen.
Der Zustand der Zufahrtswege kann sich verändern.
Vom Wasser aus ist Sazak wesentlich unkomplizierter.
6. Akseki Koyu
Auch Akseki Koyu gehört zu den Badestopps verschiedener Bootstouren ab Adrasan.
Die felsige Umgebung sorgt für besonders klares Wasser.
Schnorcheln kann sich hier lohnen.
Im Gegensatz zu einem klassischen Sandstrand geht es weniger darum, stundenlang auf einer Liege zu verbringen.
Akseki ist vielmehr:
schwimmen, schnorcheln, Aussicht genießen und weiterfahren.
Genau diese kleinen Buchten machen die Bootstouren rund um Adrasan so interessant.
7. Korsan Koyu – Piratenbucht
Die sogenannte Korsan Koyu, teilweise auch als Çoban Limanı bezeichnet, liegt im Bereich südlich von Adrasan Richtung Karaöz und Gelidonya.
Die kleine Bucht befindet sich an einer historischen Küstenroute.
Heute ist sie vor allem bei:
- Wanderern
- Campern
- Bootsfahrern
- Individualreisenden
bekannt.
Der Name „Piratenbucht“ passt durchaus zur Landschaft.
Steile Küsten, versteckte Buchten und schwer zugängliche Landwege machten solche Plätze bereits in der Antike strategisch interessant.
Die Infrastruktur ist begrenzt.
Ausreichend Wasser und Verpflegung mitnehmen.
8. Gelidonya-Leuchtturm
Der Gelidonya Feneri gehört zu den spektakulärsten Wanderzielen der Region.
Er steht am Taşlık Burnu südwestlich von Adrasan.
Der Leuchtturm befindet sich ungefähr:
227 Meter über dem Meer.
Damit gehört er zu den höchstgelegenen Leuchttürmen an der türkischen Küste.
Er wurde ursprünglich 1936 errichtet und dient bis heute der Navigation.
Noch beeindruckender als der Leuchtturm selbst ist die Aussicht.
Vor der Küste liegen mehrere kleine felsige Inseln, die sogenannten:
Beş Adalar – fünf Inseln.
Der Blick über diese Inselgruppe und das tiefblaue Mittelmeer gehört zu den schönsten Panoramen des gesamten Lykischen Weges.
Wie kommt man zum Gelidonya-Leuchtturm?
Eine der klassischen Routen beginnt im Bereich:
Karaöz.
Von dort folgt man zunächst Straßen beziehungsweise Waldwegen und anschließend dem markierten Lykischen Weg.
Der letzte Abschnitt führt durch Wald und über felsiges Gelände.
Die Tour ist kein normaler Spaziergang.
Im Sommer können Hitze und fehlender Schatten sehr anstrengend werden.
Unbedingt mitnehmen:
- mindestens 1,5–2 Liter Wasser pro Person
- feste Schuhe
- Sonnenschutz
- Kopfbedeckung
- Offline-Karte
Im Juli und August würde ich möglichst früh starten.
9. Lykischer Weg bei Adrasan
Der berühmte Likya Yolu – Lykische Weg führt direkt durch die Region.
Die komplette Fernwanderroute erstreckt sich über mehr als 500 Kilometer zwischen Fethiye und Antalya.
Adrasan liegt auf einem der landschaftlich schönsten Abschnitte.
Interessant sind insbesondere die Strecken:
Karaöz – Gelidonya – Adrasan
und:
Adrasan – Olympos.
Die Wege führen durch:
- Pinienwälder
- Berglandschaften
- Küstenabschnitte
- alte Pfade
- einsame Landschaften
Die Markierungen bestehen typischerweise aus:
rot-weißen Wegzeichen.
Beste Wanderzeit
Nicht Hochsommer.
Für längere Wanderungen sind wesentlich angenehmer:
März bis Mai
und:
Oktober bis November.
Der Frühling gilt generell als besonders gute Jahreszeit für den Lykischen Weg.
10. Olympos – antike Stadt im Wald
Nur eine kurze Fahrt von Adrasan entfernt liegt Olympos, eine der faszinierendsten antiken Städte Lykiens.
Die Ruinen befinden sich in einem dicht bewachsenen Tal direkt hinter dem Strand.
Olympos wurde wahrscheinlich in hellenistischer Zeit gegründet und gehörte später zu den bedeutenderen Städten des Lykischen Bundes.
Heute sieht man unter anderem:
- antikes Theater
- römische Bäder
- Tempelreste
- Sarkophage
- Basilika
- Gräber
- Hafenanlagen
- Brückenreste
Besonders schön ist die Atmosphäre.
Die Ruinen liegen nicht auf einem offenen kahlen Ausgrabungsfeld, sondern teilweise zwischen:
- Lorbeer
- Feigenbäumen
- Pinien
- dichter Vegetation
Dadurch wirkt Olympos fast wie eine verlorene Stadt im Wald.
Eintritt Olympos 2026
Der offizielle Eintritt für ausländische Besucher beträgt aktuell:
10 Euro.
Für türkische Staatsbürger gilt die Müzekart.
Aktuelle Öffnungszeiten:
08:00 bis 21:00 Uhr
Letzter Ticketverkauf:
20:30 Uhr.
Olympos ist aktuell täglich geöffnet.
11. Olympos Beach
Wer die antike Stadt durchquert, erreicht direkt dahinter:
Olympos Beach.
Die Kombination ist außergewöhnlich.
Man läuft durch 2.000 Jahre alte Ruinen und steht wenige Minuten später am Mittelmeer.
Der Strand besteht überwiegend aus Kies und Steinen.
Das Wasser ist meist sehr klar.
Da es kaum klassische Beach-Club-Infrastruktur direkt an diesem Abschnitt gibt, wirkt Olympos Beach natürlicher als viele große Ferienstrände rund um Antalya.
12. Çıralı Beach
Direkt an Olympos anschließend liegt der lange Strand von Çıralı.
Trotz der geografischen Nähe unterscheidet sich die Atmosphäre deutlich.
Çıralı besteht vor allem aus:
- kleinen Pensionen
- Boutiquehotels
- Restaurants
- Gärten
- Orangenbäumen
Große Hotelkomplexe fehlen weitgehend.
Der Strand ist ungefähr drei Kilometer lang und bietet viel Platz.
Çıralı eignet sich hervorragend für einen entspannten Nachmittag nach Olympos.
Wer Adrasan mehrere Tage besucht, sollte beide Orte miteinander vergleichen.
Adrasan besitzt die stärker geschützte Bucht.
Çıralı wirkt offener und besitzt einen längeren Küstenabschnitt.
13. Yanartaş – die ewigen Flammen der Chimäre
Oberhalb von Çıralı befindet sich eine der außergewöhnlichsten Natursehenswürdigkeiten der Türkei:
Yanartaş – Chimera.
Aus Spalten im felsigen Boden treten natürliche Gase aus, die sich entzünden und an mehreren Stellen dauerhaft brennen.
Die Flammen existieren seit Jahrhunderten beziehungsweise vermutlich seit Jahrtausenden.
In der Antike wurden sie mit der mythologischen Chimäre verbunden – einem feuerspeienden Mischwesen.
Heute weiß man, dass brennbare Gase aus dem Untergrund austreten.
Das Erlebnis bleibt trotzdem ungewöhnlich.
Wann sollte man Yanartaş besuchen?
Am besten:
kurz vor Sonnenuntergang oder nach Einbruch der Dunkelheit.
Dann sind die Flammen wesentlich besser sichtbar.
Vom Parkplatz beziehungsweise Eingangsbereich muss man allerdings noch einen steilen, steinigen Weg hinauflaufen.
Unbedingt mitnehmen:
- feste Schuhe
- Wasser
- Taschenlampe beziehungsweise Smartphone-Licht
Im August ist ein Aufstieg mittags wegen der Hitze wenig angenehm.
Für Yanartaş wird ein separater Eintritt erhoben. Da 2026 online sehr unterschiedliche Tarife genannt werden, sollte der aktuelle Preis direkt vor Ort beziehungsweise unmittelbar vor dem Besuch geprüft werden.
Adrasan ohne Auto – funktioniert das?
Grundsätzlich ja.
Wer hauptsächlich:
- Strand
- Bootstour
- Restaurants
möchte, benötigt kein Fahrzeug.
Für Olympos, Çıralı, Yanartaş, Karaöz und Gelidonya wird es jedoch wesentlich komplizierter.
Dann sind sinnvoll:
- Mietwagen
- Taxi
- organisierte Ausflüge
- Dolmuş-Verbindungen mit Umstieg
Für drei oder vier Tage würde ich einen Mietwagen klar bevorzugen.
Anreise vom Flughafen Antalya
Vom Flughafen Antalya führt die Route normalerweise über:
Antalya – Kemer – Tekirova – Ulupınar – Adrasan-Abzweigung.
Für ungefähr 100 Kilometer sollte man nicht nur mit einer Stunde rechnen.
Je nach Verkehr sind eher:
1 Stunde 45 Minuten bis 2,5 Stunden
realistisch.
Besonders im Sommer kann die D400 stark belastet sein.
Welche Unterkunft passt zu Adrasan?
Die meisten Unterkünfte sind:
- Pensionen
- kleine Hotels
- Bungalows
- Boutiqueanlagen
Große All-inclusive-Resorts sind nicht typisch.
Wer jeden Abend zu Fuß essen gehen möchte, sollte nicht zu weit im Landesinneren buchen.
Wer Ruhe bevorzugt, findet hingegen zwischen Strand und Bergen zahlreiche kleinere Anlagen.
Essen in Adrasan
Die Restaurants konzentrieren sich vor allem auf die Umgebung des Strandes und des Flusses.
Typisch sind:
- Fisch
- gegrilltes Fleisch
- Meze
- Gözleme
- Pide
- türkisches Frühstück
- Salate
Da Adrasan touristisch ist, können Restaurants direkt am Strand deutlich teurer sein als Lokantas in Kumluca.
Vor der Bestellung lohnt sich deshalb ein kurzer Blick auf die Speisekarte.
Wie viele Tage braucht man?
1 Tag
Adrasan Beach + Bootstour
Eigentlich zu wenig.
2 Tage
Tag 1: Suluada-Bootstour
Tag 2: Adrasan + Olympos
Schon deutlich besser.
3 Tage
Tag 1: Adrasan und Strand
Tag 2: Suluada oder Porto Ceneviz
Tag 3: Olympos + Çıralı + Yanartaş
Das wäre meine Mindestempfehlung.
4 Tage
Zusätzlich:
Gelidonya-Leuchtturm oder ein Abschnitt des Lykischen Weges.
Damit bekommt man einen hervorragenden Eindruck von der Region.
Wann ist die beste Reisezeit?
Für Badeurlaub:
Juni bis Oktober
Für Wandern + Baden:
Mai, Juni, September und Oktober
Für längere Wanderungen:
März bis Mai sowie Oktober und November
Im Juli und August ist das Meer hervorragend, Wanderungen können wegen der Hitze allerdings anstrengend oder sogar riskant werden.
Die Wassertemperaturen bleiben im September und häufig noch im Oktober sehr angenehm.
Für mich gehört deshalb September zu den besten Monaten für Adrasan.
Ist Adrasan für Familien geeignet?
Ja.
Besonders:
- Strand
- kleinere Hotels
- ruhige Atmosphäre
- Bootsausflüge
machen den Ort familienfreundlich.
Bei Bootstouren mit kleinen Kindern sollte allerdings geprüft werden:
- Größe des Bootes
- Schattenplätze
- Schwimmwesten
- Toiletten
- Dauer der Fahrt
Der Gelidonya-Wanderweg und längere Abschnitte des Lykischen Weges sind dagegen nicht für jede Familie geeignet.
Suluada oder Porto Ceneviz?
Wenn es der erste Aufenthalt in Adrasan ist:
Suluada.
Das Wasser und die felsige Insel sind außergewöhnlich.
Wenn Suluada bereits bekannt ist oder man keine sehr populären Ausflugsziele mag:
Porto-Ceneviz-Buchtentour.
Dabei sieht man mehrere unterschiedliche Buchten und erlebt meiner Meinung nach mehr von der eigentlichen lykischen Küste.
In der absoluten Hochsaison kann Suluada durch die vielen Ausflugsboote sehr voll werden.
Fazit: Adrasan gehört zu den schönsten Naturzielen der türkischen Riviera
Adrasan ist kein Urlaubsort für jeden.
Wer riesige Einkaufszentren, Nachtclubs, All-inclusive-Anlagen und kilometerlange Hotelpromenaden sucht, wird in Antalya, Belek oder Alanya mehr Auswahl finden.
Die Stärke Adrasans liegt woanders:
Meer, Berge, Wald, Buchten, Wandern und kleinere Unterkünfte.
Zu den absoluten Highlights gehören:
- Adrasan Beach
- Suluada
- Porto Ceneviz
- Sazak Koyu
- Akseki Koyu
- Korsan Koyu
- Gelidonya-Leuchtturm
- Lykischer Weg
- Olympos
- Olympos Beach
- Çıralı
- Yanartaş
Besonders eindrucksvoll ist die Kombination.
An einem Tag schwimmt man vor einer fast unbewohnten Insel im türkisfarbenen Mittelmeer.
Am nächsten Tag läuft man durch eine antike lykische Stadt.
Abends kann man in Çıralı zu natürlichen Flammen wandern, die seit Jahrhunderten aus den Felsen schlagen.
Und wer noch Energie besitzt, steht am folgenden Morgen auf dem Lykischen Weg über dem Mittelmeer.
Genau diese Mischung macht Adrasan zu einem der vielseitigsten und gleichzeitig landschaftlich schönsten Orte zwischen Antalya und Kaş.
Hinweis
Bootsrouten, Abfahrtszeiten, Preise, Öffnungszeiten und Zugänglichkeit einzelner Buchten können sich kurzfristig durch Wetter, Seegang, Waldbrandgefahr oder behördliche Vorgaben ändern. Die Angaben entsprechen dem Stand August 2026. Bei Bootsfahrten sollten die Anweisungen der Crew sowie vorhandene Sicherheitsregeln beachtet werden. Wanderungen auf dem Lykischen Weg und zum Gelidonya-Leuchtturm führen teilweise durch abgelegenes, steiles Gelände ohne Versorgung. Im Sommer ausreichend Wasser, Sonnenschutz und geeignetes Schuhwerk mitnehmen und längere Touren nicht während der größten Mittagshitze beginnen.