Stand: August 2026
Gazipaşa gehört zu den Orten an der Türkischen Riviera, die sich deutlich von Antalya, Side oder dem benachbarten Alanya unterscheiden. Große Hotelkomplexe bestimmen hier nicht überall die Küste. Stattdessen prägen Bananenplantagen, Gewächshäuser, kleine Buchten, lange Strandabschnitte, antike Ruinen und die Ausläufer des Taurusgebirges die Landschaft.
Für einen Kurzaufenthalt von 48 Stunden ist Gazipaşa deshalb überraschend vielseitig.
Innerhalb von zwei Tagen lassen sich die natürlichen Felsenbecken am Koru-Strand, die antike Hafenstadt Selinus, die Yalan-Dünya-Höhle und mit Antiochia ad Cragum eine weitere spektakulär gelegene antike Stadt miteinander verbinden.
Dabei bleiben die Fahrstrecken überschaubar.
Gazipaşa ist kein Ort, an dem möglichst viele Sehenswürdigkeiten in einen einzigen Tag gepackt werden sollten. Gerade die ruhige Atmosphäre ist ein Teil des Reizes. Ein paar Stunden am Meer, ein türkisches Mittagessen und ein Sonnenuntergang an der Küste gehören genauso zum Aufenthalt wie die archäologischen Sehenswürdigkeiten.
Dieser 48-Stunden-Plan konzentriert sich deshalb auf die Orte, die innerhalb kurzer Zeit wirklich sinnvoll miteinander kombiniert werden können.
Tag 1: Koru, Selinus und die Küste von Gazipaşa
Der erste Tag bleibt weitgehend in unmittelbarer Nähe des Zentrums.
Dadurch entsteht nach der Anreise kein unnötiger Fahrtag.
08:00 Uhr: Türkisches Frühstück in Gazipaşa
Der Tag beginnt am besten im Zentrum oder in einem der Lokale Richtung Küste.
Ein klassisches türkisches Frühstück besteht beispielsweise aus:
- Käse
- Oliven
- Tomaten
- Gurken
- Eiern
- Menemen
- Börek
- Honig
- Marmelade
- frischem Brot
- türkischem Tee
Gazipaşa ist stark landwirtschaftlich geprägt.
Bananen, Avocados, Zitrusfrüchte und zahlreiche Gemüsesorten werden in der Region angebaut. Gerade bei einem lokalen Frühstück oder auf einem Markt lohnt es sich deshalb, auf Produkte aus der Umgebung zu achten.
Nach dem Frühstück geht es direkt ans Meer.
09:00 Uhr: Koru Plajı und die natürlichen Meerwasserbecken
Koru Plajı liegt nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt und gehört zu den ungewöhnlichsten Küstenabschnitten rund um Gazipaşa.
Bekannt ist der Strand vor allem wegen seiner natürlichen Felsenbecken.
Die türkische Tourismusbehörde beschreibt hier drei natürliche Becken, die durch die Felsformationen an der Küste entstehen. Zwei davon gelten insbesondere bei ruhigen Bedingungen als angenehm für weniger geübte Schwimmer.
Die Becken werden durch Meerwasser gespeist.
Dadurch entsteht eine Art natürlicher Pool direkt am Mittelmeer.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die gesamte Küste immer vollkommen ruhig ist.
Bei starkem Wellengang kann Wasser über die Felsen gelangen. Außerdem können die Felsflächen rutschig sein.
Badeschuhe sind deshalb sinnvoll.
Was macht Koru so besonders?
Koru ist kein klassischer langer Sandstrand wie beispielsweise İncekum bei Alanya.
Der Reiz liegt in der Kombination aus:
- Meer
- flachen Felsplatten
- natürlichen Wasserbecken
- Küstenlandschaft
- relativ geringer Bebauung
Besonders am Morgen ist die Atmosphäre angenehm.
Das Licht ist noch weich, die Temperaturen sind im Hochsommer erträglicher und normalerweise sind weniger Besucher unterwegs als später am Tag.
Für den ersten Aufenthalt reichen ungefähr zwei Stunden.
11:30 Uhr: Weiter zur antiken Stadt Selinus
Von Koru ist es nur eine kurze Fahrt zur nächsten großen Sehenswürdigkeit.
Selinus war die antike Vorgängersiedlung Gazipaşas und eine bedeutende Hafenstadt des historischen Rauhen Kilikien.
Die Ruinen liegen rund um den Hacımusa Çayı unmittelbar an der Küste.
Damit gehört Selinus zu den antiken Städten, deren geografische Lage auch ohne archäologisches Vorwissen sofort verständlich wird.
Fluss, Hafen und Meer machten den Ort über viele Jahrhunderte strategisch und wirtschaftlich interessant.
Warum ist Selinus historisch so bedeutend?
Selinus wurde während verschiedener Epochen bewohnt:
- hellenistische Zeit
- römische Zeit
- byzantinische Epoche
- seldschukische Zeit
- osmanische Zeit
Die heute sichtbaren Überreste stammen überwiegend aus der römischen und späteren Geschichte.
Besondere Bedeutung besitzt die Stadt durch den römischen Kaiser Trajan.
Trajan erkrankte im Jahr 117 n. Chr. während der Rückkehr von seinem Feldzug gegen die Parther und starb in Selinus.
Danach wurde die Stadt zeitweise Trajanopolis genannt.
Münzfunde tragen sogar die Bezeichnung der „Heiligen Stadt Selinus Trajanopolis“.
Damit ist Gazipaşa mit einem ungewöhnlich bedeutenden Ereignis der römischen Kaiserzeit verbunden.
Was gibt es in Selinus zu sehen?
Zu den erhaltenen beziehungsweise nachgewiesenen Strukturen gehören:
- Befestigungsmauern
- Agora
- große und kleine Thermen
- Odeon
- Nekropole
- Zisternen
- mittelalterliche Befestigungen
- Şekerhane Köşkü
Besonders interessant ist das sogenannte Şekerhane-Gebäude.
Archäologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass es zunächst als symbolisches Grabmonument beziehungsweise Kenotaph für Kaiser Trajan errichtet wurde.
Später nutzten die Seldschuken das monumentale Gebäude als Jagdpavillon.
Damit wurden Teile eines römischen Monumentes Jahrhunderte später einer völlig neuen Funktion zugeführt.
Die Akropolis von Selinus
Wer ausreichend Kondition besitzt, kann Richtung Akropolis aufsteigen.
Die offizielle Antalya-Tourismusbehörde spricht von ungefähr 800 Stufen.
Das ist im Juli oder August nicht zu unterschätzen.
Mittags kann die Hitze extrem sein.
Für den Aufstieg sind deshalb:
- ausreichend Wasser
- feste Schuhe
- Sonnenschutz
- Kopfbedeckung
wichtig.
Von oben wartet dafür ein weiter Blick über Mittelmeer, Küste und Gazipaşa.
Bei einem 48-Stunden-Besuch ist der Aufstieg kein Muss.
Wer hauptsächlich die unteren Ruinen und den Strand sehen möchte, kann dort bleiben und deutlich entspannter weiterziehen.
13:30 Uhr: Mittagessen
Nach der Besichtigung bietet sich eine längere Pause an.
Gazipaşa ist kein Ort, an dem unbedingt ein einzelnes vermeintliches „Must-Visit-Restaurant“ gebraucht wird.
Interessanter sind einfache lokale Restaurants und Lokantas.
Typische Möglichkeiten sind:
- Köfte
- Pide
- Lahmacun
- Gözleme
- gegrilltes Fleisch
- Fisch
- Meze
- Salate
- türkische Hausmannskost
Gerade im Hochsommer ist ein leichtes Mittagessen angenehmer als ein großes Menü.
15:00 Uhr: Selinus-Strand
Der Nachmittag gehört dem Meer.
Direkt im Bereich der antiken Stadt erstreckt sich ein langer Küstenabschnitt.
Selinus Sahili bietet wesentlich mehr Platz als die natürlichen Becken von Koru.
Die Kombination aus Meer, Flussmündung und antiken Ruinen macht den Strand landschaftlich besonders interessant.
Hier bleibt Zeit zum Schwimmen oder einfach für ein paar ruhige Stunden am Wasser.
Gazipaşa wirkt dabei deutlich weniger dicht bebaut als viele Ferienorte westlich von Alanya.
17:30 Uhr: Hafen und Küstenbereich
Am späten Nachmittag lohnt sich ein Spaziergang im Bereich des Hafens.
Gazipaşa besitzt keinen touristischen Yachthafen im Stil von Bodrum, Göcek oder Marmaris.
Genau deshalb sollte keine riesige Marina mit Luxusgeschäften erwartet werden.
Der Küstenbereich wirkt wesentlich funktionaler und lokaler.
Fischerboote, kleinere Schiffe, Küste und das umliegende Bergpanorama bestimmen die Atmosphäre.
19:00 Uhr: Sonnenuntergang und Abendessen
Der erste Tag endet am besten in Küstennähe.
Frischer Fisch, Meze und Salat passen hervorragend zum Abend.
Auch klassische türkische Gerichte sind überall erhältlich.
Gazipaşa besitzt insgesamt wesentlich weniger ausgeprägtes Nachtleben als Alanya.
Für einen 48-Stunden-Trip ist das eher ein Vorteil.
Der zweite Tag beginnt früh und führt ins Hinterland.
Tag 2: Yalan Dünya, Antiochia ad Cragum und Delik Deniz
Der zweite Tag zeigt, wie stark sich die Landschaft schon wenige Kilometer vom Zentrum entfernt verändert.
Zuerst geht es unter die Erde.
Danach wartet eine antike Stadt hoch über dem Mittelmeer.
08:00 Uhr: Frühstück und früher Start
Ein früher Beginn ist sinnvoll.
Antiochia ad Cragum liegt teilweise auf offenem Gelände und besitzt nur wenig Schatten.
Je früher die Yalan-Dünya-Höhle besucht wird, desto mehr Zeit bleibt anschließend für Küste und Antike.
09:00 Uhr: Yalan Dünya Mağarası
Die Yalan Dünya Mağarası liegt im Bereich Beyrebucak ungefähr sieben Kilometer vom Zentrum Gazipaşas entfernt.
Die Höhle gehört zu den interessantesten Natursehenswürdigkeiten des Landkreises.
Nach aktuellen Angaben der Gazipaşa-Bezirksverwaltung wird ihr Alter auf rund fünf Millionen Jahre geschätzt.
Das gesamte bekannte Höhlensystem ist ungefähr vier Kilometer lang.
Für Besucher sind davon jedoch nur rund 450 Meter zugänglich.
Das reicht trotzdem für einen überraschend langen Höhlenrundgang.
Was gibt es in der Höhle zu sehen?
Im Inneren haben sich über enorme Zeiträume verschiedene Tropfsteinformationen entwickelt.
Dazu gehören:
- Stalaktiten
- Stalagmiten
- Säulen
- Sinterformationen
- kleine Kammern
- ungewöhnliche Wandstrukturen
Die Besucherstrecke ist mit Wegen und Beleuchtung ausgestattet.
Eine eigene Taschenlampe ist deshalb für den normalen Rundgang nicht erforderlich.
Feste Schuhe bleiben trotzdem sinnvoll.
In Höhlen kann der Boden feucht und stellenweise rutschig sein.
Wie entstand der Name Yalan Dünya?
„Yalan Dünya“ lässt sich ungefähr mit „falsche Welt“ beziehungsweise im übertragenen Sinn mit der Vergänglichkeit dieser Welt übersetzen.
Mit der Höhle ist eine lokale Liebeslegende verbunden.
Demnach hielten sich zwei Liebende in der Höhle auf, als ein Einsturz sie voneinander trennte.
Aus dieser tragischen Geschichte soll sich der heutige Name entwickelt haben.
Historisch belegen lässt sich die Legende natürlich nicht.
Sie gehört jedoch zur lokalen Überlieferung.
Ist die Höhle 2026 geöffnet?
Die Yalan-Dünya-Höhle hat ihre Saison 2026 im April wieder aufgenommen und wird weiterhin besucht.
Da es sich nicht um ein staatliches Museum mit dauerhaft garantierten einheitlichen Jahresöffnungszeiten handelt, sollten die aktuelle Tagesöffnung und der Eintritt vor der Anfahrt geprüft werden.
Für einen normalen Besuch reichen etwa 60 bis 90 Minuten.
11:00 Uhr: Fahrt nach Antiochia ad Cragum
Nach der Höhle geht es Richtung Güneyköy.
Antiochia ad Cragum liegt ungefähr 18 Kilometer von Gazipaşa entfernt.
Schon die Lage macht den Ort außergewöhnlich.
Die antike Stadt befindet sich etwa 300 bis 350 Meter über dem Mittelmeer auf einem felsigen Küstenplateau.
Steile Hänge fallen Richtung Meer ab.
Damit unterscheidet sich Antiochia deutlich von flacheren Ruinenstädten wie Side.
Geschichte von Antiochia ad Cragum
Die Stadt trägt den Namen des kommagenischen Königs Antiochos IV.
Später wurde der Ort während römischer und byzantinischer Zeit weiter genutzt.
Die Ruinen verteilen sich über mehrere Höhenbereiche.
Zu den wichtigsten Überresten gehören:
- Säulenstraße
- Agora
- Badeanlage
- Triumphbogen
- Kirche
- Nekropole
- Befestigungen
- mittelalterliche Burgreste
Gerade die Kombination aus Archäologie und Mittelmeerpanorama macht den Besuch interessant.
Die römischen Mosaike
Antiochia ad Cragum wurde in den vergangenen Jahren auch durch archäologische Forschungen und außergewöhnliche Mosaikfunde bekannter.
Bei Grabungen wurden großflächige römische Mosaikböden entdeckt.
Sie zeigen, dass die Stadt während der römischen Epoche deutlich wohlhabender und monumentaler war, als die heute eher abgelegene Lage zunächst vermuten lässt.
Das Gelände ist jedoch keine vollständig restaurierte touristische Anlage wie Ephesos.
Gerade das macht die Atmosphäre ursprünglicher.
13:00 Uhr: Pause und leichtes Mittagessen
Nach der Besichtigung ist eine Pause sinnvoll.
Ausreichend Wasser und ein kleiner Snack sollten bereits am Morgen mitgenommen werden.
In den umliegenden Dörfern und entlang der Hauptstraße befinden sich einfache gastronomische Möglichkeiten.
Bei einem Ausflug in abgelegenere Teile von Gazipaşa sollte allerdings nicht davon ausgegangen werden, dass an jeder Sehenswürdigkeit eine vollständige touristische Infrastruktur vorhanden ist.
14:30 Uhr: Delik Deniz und Kral Koyu
Einer der landschaftlich spektakulärsten Orte liegt unmittelbar im Umfeld von Antiochia ad Cragum.
Die türkische Tourismusbehörde empfiehlt ausdrücklich, den Besuch der antiken Stadt mit Delik Deniz und Kral Koyu zu verbinden.
Die Küste ist hier felsig und wirkt wesentlich wilder als die Stadtstrände von Gazipaşa.
Besonders bekannt ist die natürliche Felsöffnung bei Delik Deniz.
Türkisfarbenes Wasser, Felsen und das dahinterliegende Mittelmeer bilden eines der eindrucksvollsten Naturmotive der Region.
Vorsicht beim Baden
Delik Deniz ist kein kontrolliertes Schwimmbad.
Felsen können scharf oder rutschig sein und die Bedingungen verändern sich mit Wind und Wellengang.
Bei ruhigem Meer kann das Wasser traumhaft wirken.
Bei stärkerem Wellengang sollte auf das Baden in unmittelbarer Nähe der Felsen verzichtet werden.
Badeschuhe sind empfehlenswert.
Auch mit kleinen Kindern ist besondere Vorsicht erforderlich.
17:00 Uhr: Rückfahrt nach Gazipaşa
Am späten Nachmittag geht es zurück Richtung Zentrum.
Nach Höhle, antiker Stadt und Küste ist kein weiterer großer Programmpunkt notwendig.
Wer noch Energie besitzt, kann erneut Koru oder Selinus besuchen.
Alternativ bleibt Zeit für einen Kaffee oder eine kurze Pause im Hotel.
19:30 Uhr: Letztes Abendessen
Der zweite Abend eignet sich für regionale Küche.
Gazipaşa ist stark landwirtschaftlich geprägt und gerade deshalb interessant für einfache Gerichte mit lokalen Zutaten.
Neben klassischen Fleisch- und Fischgerichten lohnt es sich, saisonales Gemüse, Meze und lokale Früchte zu probieren.
Damit endet der Kurztrip wesentlich ruhiger als ein typischer Abend in Alanya – und genau das passt zu Gazipaşa.
Alternative: Iotape statt Antiochia ad Cragum
Wer am zweiten Tag nicht Richtung Osten fahren möchte, kann stattdessen nach Westen Richtung Alanya fahren.
An der Küstenstraße liegt die antike Stadt Iotape, häufig auch Aytap genannt.
Die Stadt befindet sich etwa am 33. Kilometer der Straße Alanya–Gazipaşa.
Zu sehen sind:
- Akropolis
- Hafenstraße
- Thermen
- Tempel
- Basilika
- Kirche
- Nekropole
Besonders schön ist die kleine antike Hafenbucht.
Damit lässt sich Archäologie unmittelbar mit einer Badepause verbinden.
Für nur 48 Stunden würde ich allerdings entweder Antiochia ad Cragum oder Iotape wählen – nicht beide.
Braucht man für Gazipaşa einen Mietwagen?
Für diesen 48-Stunden-Plan ist ein Mietwagen sehr empfehlenswert.
Koru und Selinus liegen noch relativ nahe am Zentrum.
Yalan Dünya und besonders Antiochia ad Cragum beziehungsweise Delik Deniz lassen sich individuell mit Auto wesentlich komfortabler erreichen.
Wer ausschließlich im Zentrum und an den Stadtstränden bleiben möchte, kommt auch mit Taxi und lokalen Verbindungen zurecht.
Für die eigentlichen Highlights des Hinterlands bringt ein Mietwagen jedoch deutlich mehr Freiheit.
Gazipaşa-Alanya Airport – ein großer Vorteil
Gazipaşa besitzt mit dem Gazipaşa-Alanya Airport einen eigenen Flughafen direkt vor der Haustür.
Der Airport wird 2026 weiterhin ganzjährig betrieben und besitzt nationale sowie saisonale internationale Verbindungen.
Das ist für einen Kurztrip ein erheblicher Vorteil.
Während Reisende nach Alanya vom Flughafen Antalya einen relativ langen Transfer haben, liegt Gazipaşa nur wenige Kilometer vom eigenen Flughafen entfernt.
Dadurch geht bei einem 48-Stunden-Aufenthalt deutlich weniger Zeit für Transfers verloren.
Wann ist die beste Reisezeit?
April und Mai: hervorragend für Antike, Höhle und Wandern.
Juni: sehr gute Kombination aus Sommerwetter und noch moderater Hitze.
Juli und August: heiß; historische Stätten möglichst morgens besuchen.
September: wahrscheinlich einer der besten Monate mit sehr warmem Meer.
Oktober: häufig weiterhin badetauglich und angenehmer für Ausflüge.
Für diesen konkreten 48-Stunden-Plan sind Mai, Juni, September und Oktober besonders angenehm.
Gazipaşa in 48 Stunden auf einen Blick
Tag 1: Frühstück → Koru Plajı und natürliche Becken → Selinus → Mittagessen → Selinus-Strand → Hafen/Küste → Abendessen.
Tag 2: Frühstück → Yalan Dünya Mağarası → Antiochia ad Cragum → Mittagspause → Delik Deniz/Kral Koyu → Rückfahrt → Abendessen.
Damit werden in zwei Tagen die drei wichtigsten Seiten Gazipaşas miteinander verbunden:
Meer, Natur und Geschichte.
Fazit: Gazipaşa ist perfekt für einen ruhigen 48-Stunden-Trip
Gazipaşa funktioniert nicht wie Alanya.
Und genau darin liegt der größte Reiz.
Es gibt weniger riesige Ferienanlagen, weniger ausgeprägtes Nachtleben und weniger touristische Inszenierung.
Dafür befinden sich innerhalb kurzer Entfernungen erstaunlich unterschiedliche Landschaften.
Am ersten Morgen kann in natürlichen Meerwasserbecken am Koru-Strand gebadet werden.
Wenig später führen römische Ruinen durch Selinus, die Stadt, in der Kaiser Trajan starb.
Am nächsten Tag geht es rund 450 Meter tief in den zugänglichen Abschnitt einer Millionen Jahre alten Höhle, bevor Antiochia ad Cragum hoch über dem Mittelmeer wartet.
Zum Abschluss führt der Weg hinunter zu einer felsigen Küste mit türkisfarbenem Wasser.
Für zwei Tage ist das mehr als genug.
Der größte Fehler wäre, Gazipaşa lediglich als Flughafen für Alanya zu betrachten.
Wer direkt nach der Landung weiterfährt, übersieht einen Küstenabschnitt, der viele Elemente der Türkischen Riviera noch in einer deutlich ruhigeren Form zeigt.
Hinweis: Zugänge, Öffnungszeiten und Eintrittspreise können sich verändern. Besonders bei Yalan Dünya sowie abgelegenen archäologischen und natürlichen Sehenswürdigkeiten sollten aktuelle Bedingungen am Besuchstag geprüft werden. Bei Delik Deniz und anderen felsigen Badeplätzen haben Wetter und Wellengang immer Vorrang.