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Yanartaş bei Çıralı 2026: Ewige Flammen, Aufstieg und Besuchstipps

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Kurz gesagt: Yanartaş ist ein Naturphänomen oberhalb von Çıralı bei Kemer in der Provinz Antalya, wo aus Spalten im Fels natürliche Gase austreten und sich als mehrere ewige Flammen entzünden. Der Ort liegt im Beydağları-Küstennationalpark und wird auch Chimaera oder „brennender Berg“ genannt. Der Aufstieg vom Eingang ist rund 1 Kilometer lang und steil, die Flammen besuchst du am besten am späten Nachmittag bis frühen Abend.

Stand: August 2026

An der lykischen Küste lodern Flammen direkt aus einem felsigen Berghang – ohne sichtbares Brennmaterial und an mehreren Stellen zugleich. Yanartaş, häufig auch Chimaera oder „brennender Berg“ genannt, gehört zu den ungewöhnlichsten Naturphänomenen der Türkei. Die Feuerstellen liegen oberhalb von Çıralı im Bezirk Kemer, mitten in der eindrucksvollen Landschaft des Beydağları-Küstennationalparks.

Der Besuch ist allerdings kein kurzer Fotostopp am Straßenrand. Vom Eingang führt ein rund einen Kilometer langer, steiler und unebener Aufstieg über Natursteine und Stufen zu den Flammen. Wer den Weg passend plant, festes Schuhwerk* trägt und für den Rückweg eine gute Lampe* dabeihat, erlebt am Abend eine besonders stimmungsvolle Verbindung aus Natur, Mythologie und Geschichte.

Yanartaş im Überblick

MerkmalPraktische Information
LageOberhalb von Çıralı, Bezirk Kemer, Provinz Antalya
Andere NamenChimaera, Chimaira, „brennender Berg“
Höhe der FeuerstellenRund 250 bis 300 Meter über dem Meer
Weg ab EingangEtwa 1 Kilometer pro Richtung
Gehzeit bergaufMeist 25 bis 40 Minuten
GesamtdauerEtwa 1,5 bis 2,5 Stunden
EintrittIm Sommer 2026 zuletzt etwa 200 TL pro Person gemeldet; kurzfristige Änderungen möglich
MüzeKartNach aktuellem Stand nicht gültig
ÖffnungAbendbesuche sind üblich; aktuelle Kassen- und Schließzeiten vorab prüfen
Beste BesuchszeitSpäter Nachmittag bis früher Abend
Wichtigste Ausrüstung*Feste Schuhe, Wasser und Stirnlampe pro Person
BarrierefreiheitSteiler Naturweg; nicht rollstuhl- oder kinderwagentauglich

Was ist Yanartaş?

Yanartaş bedeutet auf Türkisch „brennender Stein“. Der Name beschreibt das Phänomen ziemlich genau: Aus Spalten im Gestein tritt ein natürliches Gasgemisch aus, das sich an der Erdoberfläche entzündet. Statt einer einzigen großen Flamme verteilen sich mehrere kleine Feuer über ein felsiges Areal. Zahl, Position und Höhe der Flammen können sich verändern. Einige brennen kräftig, andere sind kaum mehr als ein blau-orangefarbenes Flackern zwischen den Steinen.

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Die Gasquellen sind seit mindestens zwei Jahrtausenden bekannt. Bereits der römische Naturforscher Plinius der Ältere erwähnte im 1. Jahrhundert ein dauerhaft brennendes Feuer in dieser Region. Die ungewöhnliche Erscheinung wurde über Generationen mit der Chimäre aus der griechischen Mythologie verbunden und gab dem Ort seinen internationalen Namen Chimaera.

Heute liegt Yanartaş im geschützten Landschaftsraum des Beydağları-Küstennationalparks. Der Ort ist zugleich ein Naturphänomen, eine historische Kulturlandschaft und eine Station in der Umgebung des Lykischen Weges.

Warum brennen die Felsen?

Die Flammen haben keinen vulkanischen Ursprung. Unter dem Gelände liegt kein Lavastrom, und das Feuer wird nicht von einer Magmakammer gespeist. Wissenschaftliche Untersuchungen führen das Phänomen auf ein gasreiches System im ultramafischen Gestein der Tekirova-Ophiolithzone zurück.

Das austretende Gas besteht überwiegend aus Methan und enthält einen ungewöhnlich hohen Anteil an Wasserstoff. In der Fachliteratur werden ungefähr 87 Prozent Methan und rund 10 Prozent Wasserstoff genannt; kleinere Mengen weiterer Gase kommen hinzu. Als wichtige geologische Ursache gilt die Serpentinisierung. Dabei reagieren wasserhaltige Lösungen mit bestimmten eisen- und magnesiumreichen Gesteinen. Diese Prozesse können bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen Wasserstoff erzeugen. Das Methan dürfte aus mehreren geologischen Quellen stammen.

Sobald das brennbare Gemisch durch Risse an die Oberfläche gelangt und sich entzündet, entstehen die sichtbaren Flammen. Der Gasstrom speist das Feuer fortlaufend, doch einzelne Flammen sind nicht vollkommen unveränderlich. Wind, Regen, Druckverhältnisse oder Verschiebungen in den Austrittswegen können ihre Größe beeinflussen.

Die oft verwendete Formulierung „ewige Flammen“ bezeichnet daher das über Jahrtausende aktive Gesamtphänomen – nicht die Garantie, dass jede einzelne Flamme ohne Unterbrechung an exakt derselben Stelle brennt.

Die Chimäre und der Mythos des Bellerophon

In der griechischen Mythologie war die Chimäre ein feuerspeiendes Mischwesen, meist mit Löwenkopf, Ziegenkörper und Schlangenschwanz dargestellt. Sie verwüstete das Land Lykien, bis der Held Bellerophon gegen sie antrat. Auf dem geflügelten Pferd Pegasus näherte er sich aus der Luft und tötete das Ungeheuer.

Eine bekannte Überlieferung erzählt, Bellerophon habe eine Lanze mit Bleispitze in den Rachen der Chimäre gestoßen. Ihr Feuer ließ das Blei schmelzen, das Tier erstickte daran. Andere Fassungen verbinden die besiegte Chimäre mit dem lykischen Bergland. Die aus dem Boden austretenden Flammen von Yanartaş boten eine eindrucksvolle natürliche Erklärung dafür, warum der Atem des Ungeheuers angeblich unter der Erde weiterbrannte.

Ob genau dieser Ort den Mythos ursprünglich entstehen ließ, lässt sich nicht beweisen. Die Verbindung ist jedoch seit Langem Teil seiner kulturellen Identität. Ebenso traditionell ist die Zuordnung eines Heiligtums zum Feuergott Hephaistos.

Im Umfeld der Feuerstellen befinden sich Reste antiker und byzantinischer Bauten sowie Abschnitte eines alten Weges. Die Ruinen sind nicht mit einer vollständig erhaltenen Tempelanlage zu vergleichen, verleihen dem Platz aber zusätzliche historische Tiefe.

Der Aufstieg: So anspruchsvoll ist der Weg wirklich

Vom Kassen- und Parkplatzbereich führt ein markierter Pfad etwa einen Kilometer bergauf. Die Strecke klingt kurz, verlangt jedoch mehr Kraft als ein gewöhnlicher Spaziergang. Große Natursteinstufen, loses Gestein, Wurzeln und unterschiedlich hohe Tritte prägen den Weg. Auf kurzer Distanz werden mehrere Hundert Höhenmeter gewonnen.

Für durchschnittlich fitte Erwachsene sind 25 bis 40 Minuten bergauf realistisch. Bei großer Hitze, mit Kindern oder häufigen Pausen kann es länger dauern. Der Abstieg ist meist etwas schneller, verlangt im Dunkeln aber besondere Aufmerksamkeit. Sandalen, glatte Sohlen und reine Badeschuhe* sind ungeeignet.

Aufstieg bei Tageslicht, Flammen nach Sonnenuntergang

Die praktischste Planung beginnt am späten Nachmittag. Der Aufstieg findet dann noch bei Tageslicht und etwas geringerer Hitze statt. Oben lässt sich beobachten, wie die Feuer mit zunehmender Dämmerung immer deutlicher hervortreten. Für den anschließenden Abstieg ist eine Stirnlampe ideal, weil beide Hände frei bleiben.

Ein ausschließlich nächtlicher Aufstieg wirkt zwar atmosphärisch, erhöht aber das Stolperrisiko. Die Taschenlampe eines Mobiltelefons liefert häufig nur ein schmales Lichtfeld und leert zusätzlich den Akku. Eine eigene Lampe pro Person ist wesentlich sicherer.

Was oben erwartet

Die Flammen verteilen sich auf mehrere offene Felsflächen. Manche Feuerstellen stehen dicht beieinander, andere liegen etwas abseits. Bei Dunkelheit leuchten sie besonders intensiv, während am Tag die geologischen Strukturen und die umgebende Berglandschaft besser erkennbar sind.

Der Bereich ist kein inszenierter Freizeitpark. Beleuchtung, Absperrungen und Komfort bleiben begrenzt. Gerade diese Schlichtheit macht den Reiz aus, erfordert aber Umsicht. Ausreichend Abstand zu den Flammen, den Gasaustritten und den historischen Mauerresten schützt sowohl die Besucher als auch den Ort.

Eintritt und Öffnungszeiten 2026

Die Angaben zu Yanartaş ändern sich vergleichsweise kurzfristig. Im Februar 2026 wurden vor Ort 100 TL für Erwachsene und 60 TL als ermäßigter Preis gemeldet. Aus dem Juli 2026 liegen bereits Meldungen über 200 TL pro Person vor.

Für den Sommer 2026 ist deshalb mit ungefähr 200 TL zu rechnen. Verbindlich ist ausschließlich die aktuelle Preistafel an der Kasse. Die MüzeKart wird nach aktuellem Stand nicht akzeptiert.

Abendliche Besuche gehören zum normalen Betrieb, und organisierte Ausflüge kehren teilweise erst gegen Mitternacht zurück. Dennoch gibt es keine verlässlich veröffentlichte, ganzjährig identische Kassenzeit. Saison, Besucheraufkommen, Wetter, Waldbrandgefahr und betriebliche Regelungen können die Zugänglichkeit beeinflussen.

Eine kurze Nachfrage bei der Unterkunft, einem örtlichen Veranstalter oder der Touristeninformation am Besuchstag verhindert unnötige Anfahrten.

Am Eingang befinden sich normalerweise ein kleiner Versorgungsbereich und einfache sanitäre Einrichtungen. Auf eine jederzeit geöffnete Gastronomie oder die Möglichkeit zur Kartenzahlung sollte jedoch nicht gebaut werden. Bargeld*, Wasser und die notwendige Ausrüstung gehören deshalb ins Gepäck.

Anreise nach Yanartaş

Von Çıralı

Yanartaş liegt nördlich oberhalb des Dorfes Çıralı. Vom Strand*– und Ortsbereich sind es je nach Ausgangspunkt ungefähr drei bis vier Kilometer bis zum Eingang. Mit Taxi, Mietwagen, Motorroller oder Fahrrad ist die Zufahrt unkompliziert. Zu Fuß verlängert sich der Ausflug deutlich, denn zum Weg durch das Dorf kommt der steile Bergpfad hinzu.

Für den Rückweg am Abend sollte die Beförderung vorab geklärt sein. Im Ort sind Taxis verfügbar, aber spät am Abend nicht an jedem Punkt spontan garantiert. Eine vereinbarte Abholzeit ist besonders außerhalb der Hauptsaison sinnvoll.

Von Kemer und Antalya

Von Kemer beträgt die Fahrstrecke je nach Startpunkt ungefähr 35 bis 45 Kilometer, von Antalya etwa 75 bis 85 Kilometer. Die Hauptanfahrt verläuft über die Küstenstraße D400. An der Abzweigung nach Çıralı führt eine kurvenreiche Straße hinunter zum Ort; anschließend folgt die lokale Ausschilderung in Richtung Yanartaş.

Die Straßen sind grundsätzlich mit einem normalen Pkw befahrbar. Dunkelheit, enge Kurven und mögliche Tiere auf der Fahrbahn verlangen bei der Rückfahrt dennoch ein angepasstes Tempo. Am Eingang gibt es in der Regel Parkmöglichkeiten. In der Hochsaison kann es rund um den Sonnenuntergang voller werden.

Mit Bus und Minibus

Fern- und Regionalbusse auf der Strecke Antalya–Kumluca können an der Abzweigung Çıralı von der D400 halten. Von dort führt die Straße mehrere Kilometer hinunter ins Dorf. Je nach Saison bestehen lokale Shuttle- oder Taximöglichkeiten.

Die letzte Verbindung zurück ist der kritische Punkt: Nach einem Abendbesuch stehen öffentliche Anschlüsse an der Hauptstraße nicht zuverlässig in dichter Taktung bereit. Für eine Anreise ohne eigenes Fahrzeug sind daher eine Übernachtung in Çıralı oder ein organisierter Transfer die entspanntesten Varianten.

Bei Ausflügen ab Kemer sollte geprüft werden, ob Eintritt, Stirnlampe und Abholung am Hotel tatsächlich im Preis enthalten sind.

Beste Reisezeit und ideale Tageszeit

Yanartaş kann grundsätzlich zu verschiedenen Jahreszeiten besucht werden. Frühling und Herbst bieten meist die angenehmsten Temperaturen für den Aufstieg. Im Sommer sind die Küste und der steinige Hang tagsüber sehr heiß. Dann eignet sich die Zeit kurz vor Sonnenuntergang am besten. Im Winter können Regen, feuchte Steine und frühe Dunkelheit den Weg anspruchsvoller machen.

Die Flammen brennen auch bei Tageslicht, wirken aber nach Einbruch der Dunkelheit deutlich spektakulärer. Eine Ankunft am Eingang ungefähr 60 bis 90 Minuten vor Sonnenuntergang schafft einen guten Zeitpuffer. So bleibt der Aufstieg hell, oben steht Zeit für Dämmerung und Fotos zur Verfügung, und der Abstieg erfolgt mit Lampe.

Bei Starkregen, Gewitter, Sturm oder behördlich erhöhter Waldbrandgefahr sollte der Besuch verschoben werden. Kurzfristige Sperrungen dienen dem Schutz des Nationalparks und haben Vorrang vor jeder Reiseplanung.

Sicherheit an den offenen Flammen

Yanartaş ist ein natürliches Gasaustrittsfeld mit offenem Feuer. Rauchen, offene zusätzliche Flammen und leicht entzündliche Gegenstände haben dort nichts zu suchen. Die Gasaustritte dürfen nicht blockiert, ausgegraben, ausgeblasen oder mit Flüssigkeiten besprüht werden.

Auch das beliebte Motiv, Lebensmittel über den Flammen zu rösten, widerspricht den Schutz- und Verhaltensregeln des Ortes.

Besondere Vorsicht gilt wegen der trockenen Vegetation des Nationalparks. Müll, Glas und Zigarettenreste können erhebliche Schäden verursachen. Vorhandene Hinweisschilder und Anweisungen des Personals sind verbindlich.

Auf dem Weg entstehen die häufigsten Risiken durch Hitze, Dehydrierung und Stolpern. Langsames Tempo, regelmäßige Pausen und ausreichend Wasser helfen. Nachts sollte der Rückweg nicht allein und ohne Licht begonnen werden. Mobilfunkempfang ist in Bergregionen nicht an jeder Stelle verlässlich.

Yanartaş mit Kindern und bei eingeschränkter Mobilität

Trittsichere Schulkinder mit Wandererfahrung können den Aufstieg meist bewältigen. Engmaschige Aufsicht ist sowohl auf dem steinigen Weg als auch bei den offenen Flammen erforderlich. Für Kleinkinder, Kinderwagen und einen nächtlichen Aufstieg mit Babytrage ist die Strecke ungeeignet beziehungsweise mit erhöhtem Risiko verbunden.

Der Weg ist nicht barrierefrei. Unebene Stufen, größere Steine und die Steigung machen ihn für Rollstühle praktisch unpassierbar. Auch bei Knie-, Hüft-, Herz-Kreislauf- oder Gleichgewichtsproblemen sollte die Belastung realistisch eingeschätzt werden.

Wanderstöcke können beim Abstieg helfen, dürfen im Bereich der Flammen und Ruinen aber nicht in empfindlichen Boden gerammt werden.

Packliste für den Besuch

  • Feste Schuhe mit griffiger Sohle
  • Stirnlampe oder kräftige Taschenlampe pro Person
  • Ersatzbatterien oder geladene Powerbank
  • Mindestens ausreichend Trinkwasser* für Auf- und Abstieg
  • Leichte, atmungsaktive Kleidung im Sommer
  • Dünne Jacke in Frühling, Herbst und Winter
  • Kleiner Bargeldbetrag für Eintritt und Versorgung
  • Mobiltelefon mit geladenem Akku
  • Persönliche Medikamente und bei Bedarf Wanderstöcke

Große Taschen und unnötiges Gepäck erschweren den Aufstieg. Alles Mitgebrachte gehört wieder zurück ins Tal; Abfälle dürfen nicht am Berg bleiben.

Fotografieren bei Yanartaş

Die stärksten Bilder entstehen in der blauen Stunde, wenn noch Details der Felsen erkennbar sind und die Flammen bereits leuchten. Ein Nachtmodus oder eine kurze Belichtungszeit hilft, das Feuer scharf abzubilden. Blitzlicht nimmt der Szene häufig ihre natürliche Atmosphäre.

Ein kleines Stativ kann nützlich sein, darf jedoch keine Wege blockieren und nicht zwischen dicht besuchte Feuerstellen gestellt werden. Wegen des unebenen Untergrunds ist ein sicherer Stand wichtiger als die perfekte Perspektive.

Drohnenflüge sind in einem Nationalpark und nahe archäologischer Bereiche nicht automatisch erlaubt. Ohne gültige Genehmigungen und Prüfung der aktuellen Flugzonen sollte keine Drohne gestartet werden.

Yanartaş mit Olympos und Çıralı kombinieren

Für einen abwechslungsreichen Tagesausflug bietet sich am Vormittag die antike Stadt Olympos an. Danach folgen eine Pause und ein Bad am Strand von Çıralı, bevor es am späten Nachmittag nach Yanartaş geht.

Zwischen Olympos und dem Yanartaş-Eingang ist ein Straßentransfer praktischer als ein spontaner Fußweg, besonders nach Einbruch der Dunkelheit.

Auch Phaselis lässt sich mit Çıralı und Yanartaş verbinden. Dieses Programm ist jedoch lang und eignet sich eher mit eigenem Fahrzeug. Für Wandernde liegt Yanartaş in der Nähe einer Etappe des Lykischen Weges. Eine längere Tour auf dem Fernwanderweg verlangt eigene Navigation, genügend Wasser und eine Planung, die deutlich über den kurzen Besucheraufstieg hinausgeht.

Nicht verwechselt werden sollte Yanartaş mit dem Tahtalı-Berg und der Olympos-Seilbahn. Trotz des Namens „Olympos“ liegen Seilbahn und Feuerstellen an unterschiedlichen Orten und sind keine zusammenhängende Attraktion.

Häufige Fragen zu Yanartaş

Brennen die Flammen wirklich ständig?

Das Gasfeld ist seit sehr langer Zeit aktiv und speist die Feuer immer wieder. Stärke und Zahl der einzelnen Flammen können sich jedoch durch Wetter und geologische Bedingungen verändern.

Ist Yanartaş ein Vulkan?

Nein. Die Flammen entstehen durch brennbare Gase, die aus ultramafischem Gestein austreten. Es handelt sich nicht um sichtbare vulkanische Aktivität oder austretende Lava.

Wie anstrengend ist der Aufstieg?

Die Strecke ist nur ungefähr einen Kilometer lang, aber steil, felsig und stellenweise mit hohen Natursteinstufen versehen. Normale Kondition und Trittsicherheit sind erforderlich.

Ist der Besuch am Tag sinnvoll?

Am Tag sind Gelände, Ruinen und Landschaft besser zu erkennen. In der Dämmerung und bei Dunkelheit wirken die Flammen eindrucksvoller. Die Kombination aus hellem Aufstieg und abendlichem Aufenthalt bietet den besten Kompromiss.

Gibt es eine Verbindung zur olympischen Flamme?

Yanartaş wird in populären Erzählungen gelegentlich mit antiken Fackelläufen verbunden. Ein historisch gesicherter Ursprung der modernen olympischen Flamme an diesem Ort ist jedoch nicht belegt.

Darf an den Flammen Essen geröstet werden?

Nein. Offene Feuerstellen, austretendes Gas und die geschützte Umgebung verlangen Abstand und einen verantwortungsvollen Umgang. Hinweise vor Ort sind zu beachten; Grillen und Kochen gehören nicht zu einem naturverträglichen Besuch.

Fazit

Yanartaş ist weit mehr als ein ungewöhnlicher Fotospot. Die natürlichen Gasflammen, die lykische Sagenwelt und die Spuren früherer Besiedlung treffen an einem abgeschiedenen Berghang aufeinander. Besonders eindrucksvoll ist der Übergang vom Tageslicht zur Dunkelheit, wenn zwischen den Felsen immer mehr kleine Feuer sichtbar werden.

Die Qualität des Ausflugs hängt vor allem von der Vorbereitung ab: Der Aufstieg sollte nicht unterschätzt, die aktuelle Zugänglichkeit am selben Tag geprüft und für jede Person eine verlässliche Lampe eingepackt werden.

Mit festem Schuhwerk*, Wasser und respektvollem Verhalten wird Yanartaş zu einem der eigenständigsten Naturerlebnisse an der türkischen Riviera.

Hinweis: Eintrittspreise, Kassenzeiten, Verkehrsverbindungen, Dienstleistungen und Zugangsregeln können sich kurzfristig ändern. Wetter, Waldbrandgefahr oder behördliche Anordnungen können zu Sperrungen führen. Die Angaben entsprechen dem Recherchestand August 2026; maßgeblich sind die Informationen am Eingang und die Anweisungen der zuständigen Stellen. Offene Flammen, Gasaustritte und der steile Naturweg erfordern besondere Vorsicht. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle medizinische oder sicherheitsbezogene Beratung.

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Ich bin Erdal Türkische Wurzeln, zu Hause in Deutschland – und die Türkei begleitet mich praktisch mein ganzes Leben. Seit über 30 Jahren bin ich dort regelmäßig unterwegs. Türkisch ist meine Muttersprache: Ich lese Fahrpläne, Speisekarten und türkische Nachrichten im Original und frage vor Ort direkt nach. Am liebsten schaue ich mir die Dinge selbst an – Orte, Küche, Kultur, Alltag. Türkei Life ist das, was sich daraus angesammelt hat.

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